vbba heißt jetzt Gewerkschaft Arbeit und Soziales

Beschäftigte in Job-Centern brauchen sichere Perspektiven

Mit dem Appell, für verbesserte Arbeitsbedingungen in den Job-Centern zu sorgen, hat sich der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt an die politisch Verantwortlichen gewandt. „Die Beschäftigten in den Job-Centern brauchen klare Perspektiven für ihre berufliche Zukunft, keine Befristungen im Wiederholungsmodus“, sagte Dauderstädt auf dem Gewerkschaftstag der dbb-Mitgliedsgewerkschaft vbba am 16. Mai 2014 in Bad Kissingen.

Dies gelte auch für Arbeitskräfte, die von Vivento, dem zentralen Personal- und Servicedienstleister der Deutschen Telekom AG, kommen. „Die Beschäftigten brauchen klar geregelte und nicht unterschiedliche Arbeitsbedingungen. Gewährleistet sein muss auch eine ordentliche Interessenvertretung durch starke Personalvertretungen, die nicht nur über eine bundesweite Arbeitsgruppe gelegentlich zum Meinungsaustausch zusammenkommen.“

Kritische Worte fand Dauderstädt auch zur Ausbildungssituation in der Bundesagentur für Arbeit (BA). „Demografie ist ein Thema für den ganzen öffentlichen Dienst. Wenn aber ein Träger wie die BA die Zahl der Auszubildenden so dramatisch reduziert, wie jetzt geschehen, dann gefährdet man die Funktionsfähigkeit der Agentur.“ Es gehe nicht an, durch Arbeitsverdichtung den immer weniger und älter werdenden Beschäftigten die nicht deutlich sinkende Arbeitsmenge dauerhaft aufzubürden.

Die Namensänderung der vbba (Vereinigung der Beschäftigten der Berufs- und Arbeitsmarkdienstleister) in Gewerkschaft Arbeit und Soziales wolle er als Zeichen interpretieren, „dass man unter den Sozialgewerkschaften des dbb auf verstärkte Kooperation setzt“, so Dauderstädt, „nicht nur bei gemeinsamen Tarifverhandlungen, sondern auch zu sozialpolitischen Fragen generell“. Auch die Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) unter dem Dach des dbb organisiert Beschäftigte der Arbeitsverwaltung und bei den Job-Centern.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung