Tarifkonflikt Kommunaler Nahverkehr Bayern

Beschäftigte gehen mit Streikpause in Vorleistung

Die streikenden Beschäftigten im Kommunalen Nahverkehr Bayerns werden mit Beginn der Frühschicht am Donnerstag, 30. September 2010, 04:00 Uhr, den Arbeitskampf in den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und Augsburg unterbrechen. „Wir bekunden damit erneut unsere Verhandlungsbereitschaft“, sagte Willi Russ, 2. Vorsitzender der dbb tarifunion und Verantwortlicher für die Tarifverhandlungen Kommunaler Nahverkehr Bayern.

GDL und dbb tarifunion waren bereits mit dem Aussetzen ihres Streiks zum Familientag (28. September) auf dem Münchner Oktoberfest in Vorleistung gegenüber den Arbeitgebern gegangen. „Nun setzen wir auch ein Zeichen gegenüber den stark in Mitleidenschaft gezogenen Fahrgästen in Nürnberg und Augsburg“, sagte Russ. Dort war an den vergangenen Tagen der Nahverkehr empfindlich gestört und konnte teilweise nur mit Notfahrplänen einigermaßen aufrecht erhalten werden.

„In der Diplomatie heißt es: Wer redet, der schießt nicht“, so Russ. „Wenn sich die Arbeitgeber allerdings nicht bewegen, werden wir unsere Streikstrategie an ihrem Verhalten ausrichten.“

An der Forderung nach angemessener Einkommenserhöhung und besseren Arbeitszeitregelungen für die Kolleginnen und Kollegen halten GDL und dbb tarifunion uneingeschränkt fest, machte Russ noch einmal klar, ebenso wie an der Zielsetzung, Verbesserungen allen Beschäftigten, also auch den anders Organisierten, zugute kommen zu lassen.

Über ihr weiteres Vorgehen werden GDL und dbb tarifunion kurzfristig informieren.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung