Benra würdigt die Arbeit des BTB in Rheinland-Pfalz

Anlässlich des 40jährigen Bestehens der Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft im öffentlichen Dienst- Bund der Technischen Beamten, Angestellten und Arbeiter (BTB) Rheinland-Pfalz würdigte der stellvertretende Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion und Fachvorstand für Beamtenpolitik, Hans-Ulrich Benra, im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung das gewerkschaftliche Engagement und die erfolgreiche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort und betonte die Bedeutung des öffentlichen Dienstes in den technischen Fachverwaltungen für Deutschlands Infrastrukturen.

„Der öffentliche Dienst in Deutschland garantiert auf allen staatlichen Ebenen im Bund, in den Ländern und Kommunen Verlässlichkeit und Stabilität. In vielen ausländischen Staaten ist eine nicht funktionierende rechtsstaatliche Verwaltung das entscheidende Investitionshemmnis“, so Benra. In den Zeiten des demografischen Wandels wird nur ein gut ausgestatteter und gut bezahlter öffentlicher Dienst die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte bewältigen können.Minianpassungen über mehrere Jahre, wie in Rheinland-Pfalz gesetzlich im Vorwege geregelt, beschädigen die Attraktivität der Beschäftigung im öffentlichen Dienst auf Dauer.

Die Altersstruktur auf allen Ebenen der Verwaltung zeigt, dass in absehbarer Zeit ein großer Beschäftigtenanteil in den Ruhestand gehen wird. Der öffentliche Dienst steht deshalb bereits heute zunehmend mit der Wirtschaft im Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs. Das Fachkräftegewinnungsgesetz als Antwort auf den sich verstärkenden Fachkräftemangel stellt bei der Lösung der Probleme gleichwohl nur einen Anfang dar. Die Verbesserung etwa der Einstiegsbesoldungen für Beamte mit ingenieurwissenschaftlicher Qualifikation auf A 11 ist ein wichtiger Schritt. Die Besoldung aus A 11 muss aber auch dem berechtigten Erwartungshorizont der Neueingestellten entsprechen, wenn diese Maßnahme greifen soll. Und sie muss auch überall gezahlt werden, Rheinland-Pfalz kann da noch einiges verbessern. Deshalb muss gerade auch in Zukunft sichergestellt werden, dass neben den Absolventen der verwaltungsinternen Bedarfsausbildungen insbesondere auch die Absolventen der technischen Berufe nach erfolgreicher Ausbildung oder Studium unbefristet übernommen werden. Eine fortgesetzte weitere Überalterung insbesondere in den technischen Fachverwaltungen hätte ansonsten massive Auswirkungen auf ihre Funktionsfähigkeit. Die Folgen für unsere öffentliche Infrastruktur wären beachtlich.

Die Bewältigung des technischen Wandels in der Arbeitswelt ist gleichsam von Bedeutung. Computer, digitale Fachverfahren, die vollelektronische Akte verändern nicht nur den Arbeitsplatz, sondern prägen schon heute das gesamte Arbeitsumfeld des öffentlichen Dienstes. Die Gewerkschaften müssen die vielfältigen Veränderungsprozesse deshalb aktiv begleiten, wenn zufriedenstellende Beschäftigungsbedingungen für Alle erzielt werden sollen. Hierfür leistet der BTB seit langem auf seinem breit angelegten technischen Arbeitsfeld eine beispielgebende Unterstützung.

 

zurück
Rechtsprechung

Rechtsprechung