Einkommensrunde Autobahn GmbH 2026Autobahn-Beschäftigte gehen bundesweit in Warnstreik
Nachdem die zweite Verhandlungsrunde mit der Autobahn GmbH gescheitert ist, setzen die Beschäftigten die Arbeitgeberin mit Warnstreiks unter Druck.
dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing betonte am 18. Februar 2026: „Die Herausforderungen im Bereich der Autobahn GmbH sind besonders, sowohl was die Gefährdungslage bei vielen Jobs betrifft als auch hinsichtlich des Zeitdrucks bei der Umsetzung des notwendigen Infrastrukturpaketes. Aus diesem Grund sind unsere Forderungen zur Verbesserung der Entgelttabelle, zur Attraktivität für den Nachwuchsbereich und zu einer Krankenzusatzversicherung mehr als gerechtfertigt.“ Die Verhandlungen seien bisher grundsätzlich konstruktiv verlaufen. Das Angebot der Arbeitgeberin sei allerdings unzureichend und bei den gemeinsamen Herausforderungen für die Autobahn GmbH nicht angemessen.
Bei einer Demonstration in Krefeld machte Frank Bonnes, Landesvorsitzender des VDStra. Nordrhein-Westfalen, deutlich: „Es ist richtig und wichtig, dass die Regierung mehr in die Infrastruktur investieren will. Aber Straßen bauen und reparieren sich nicht von allein. Das machen wir.“ Die Autobahn GmbH müsse dafür sorgen, dass sie als Arbeitgeberin attraktiv bleibe.
Für Daniel David, stellv. Landesvorsitzender des VDStra. Rheinland-Pfalz / Saarland, ist der Fachkräftemangel die größte Herausforderung: „In den kommenden Jahren wird ein großer Teil der Kolleginnen und Kollegen altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden. Deshalb ist es notwendig, dass wir ausreichend Nachwuchs für unsere Arbeit gewinnen“, erklärte er auf einem Warnstreik in der Autobahnmeisterei Tholey (Saarland).
Für den 19. Februar ist ein weiterer Warnstreik in der Autobahnmeisterei Öhringen (Baden-Württemberg) geplant.
Hintergrund: Bislang waren die Einkommensrunden der Autobahn GmbH an die TVöD-Einkommensrunden gekoppelt. 2026 wird separat verhandelt. Rund 15 000 Beschäftige sind betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist auf den 25. und 26. Februar 2026 angesetzt.
Forderungen: Der dbb fordert 7 Prozent mehr Lohn bei einem Mindestbetrag von 300 Euro als soziale Komponente. Auch die Ausbildungsentgelte müssen um 300 Euro steigen. Bei erfolgreichem Abschluss der autobahninternen Ausbildung muss die Übernahme in die Erfahrungsstufe 2 erfolgen. Weiter erwartet der dbb die Einführung einer wertigen betrieblichen Krankenzusatzversicherung und die volle Bezahlung von höherwertigen Tätigkeiten ab dem 1.Tag der Übernahme.



