• Demonstration durch Ludwigsburg

Einkommensrunde 2014 für Bund und Kommunen:

Arbeitnehmer und Beamte gingen in Ludwigsburg für faire Bezahlung auf die Straße

Einkommensrunde 2014

Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern von Bund und Kommunen am 21. März in Potsdam ergebnislos vertagt worden war, haben 500 Arbeitnehmer und Beamte am 26. März 2014 in Ludwigsburg gemeinsam für ihre Forderungen demonstriert, um der dbb Verhandlungsführung in Potsdam den Rücken zu stärken. Vorangegangen war ein Demozug vom Bahnhof zum Rathaus, mit dem die Beschäftigten lautstark vor einem Scheitern der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde Ende März warnten: „Wir sind bereit – für einen Kompromiss, aber auch für harte Auseinandersetzungen!“

Der stellvertretende Vorsitzende der dbb Bundestarifkommission und Bundesvorsitzende der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten (VDStra.) Siegfried Damm wandte sich auf der Protestkundgebung gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber: „Nach neuesten Zahlen des statistischen Bundesamtes haben Städte und Gemeinden im abgelaufenen Jahr einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Die kommunale Finanzkrise löst sich in vielen Regionen Deutschlands auf. Es gibt keinen Grund für die Arbeitgeber, immer wieder das Lied der leeren Kassen anzustimmen!“

Der Tarifexperte verteidigte die Forderung nach einem Sockelbetrag: „Als soziale Komponente soll er den Kolleginnen und Kollegen in den unteren Einkommensgruppen unter die Arme greifen. Schließlich hängt oft eine ganze Familie an einem Einkommen, das aktuell in Entgeltgruppe 5, in der Stufe Eins 2 005 Euro ausmacht!“ Gerade für Menschen im öffentlichen Dienst, die eine Arbeit erledigten, die sonst keiner mehr machen wolle, sei das wichtig. „Deshalb muss für Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Straßenwärter oder Müllwerker überproportional etwas getan werden. Diese Jobs sind psychisch und physisch unglaublich anstrengend, höchst verantwortungsvoll aber schlecht bezahlt. Diese Arbeit muss dem Staat mehr wert sein!“

 

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