Schleswig-HolsteinAnhörung zu Langzeitkonten im Landeshaus

Der Finanzausschuss im Landtag hat am 12. März eine Anhörung zur Einführung von Langzeitkonten durchgeführt. Der dbb sh sieht darin eine Möglichkeit zur Attraktivitätssteigerung und hat sich gemeinsam mit mehreren dbb-Fachgewerkschaften für dieses Instrument ausgesprochen.

dbb aktuell

Der dbb und seine Fachgewerkschaften sehen in den Langzeitkonten eine echte Chance für mehr Flexibilität und Arbeitszeitsouveränität zugunsten der Beschäftigten. Die Option, zum Beispiel zusätzlich geleistete Stunden vor einem Verfall zu bewahren und zu einem späteren Zeitpunkt je nach individuellem Bedarf für Auszeiten oder Arbeitszeitreduzierungen zu nutzen, ist für viele Beschäftigte interessant. Während es in den einschlägigen Tarifverträgen (TVöD und TV-L) bereits Rechtsgrundlagen gibt, sollte im Beamtenbereich nachgelegt werden. In diesem Zusammenhang kann ergänzend sogar die 41-Stunden-Woche erträglicher gemacht werden: wenn nämlich wie in Hessen wöchentlich eine Stunde auf dem Langzeitkonto gebucht und für eine entsprechende Freistellung vor der Pensionierung genutzt wird.

Dafür hat nicht nur der dbb (vertreten durch Landesbundvorsitzenden Kai Tellkamp) plädiert, sondern auch die ebenfalls vom Finanzausschuss eingeladenen dbb Mitgliedsorganisationen DStG (Michael Jasper), komba (Jens Paustian), VLBS (Jan Oliver Schmidt), BSBD (Henry Malonn) und VhV (Meike Brandt). Der DGB und seine Mitgliedsorganisationen stehen Langzeitkonten demgegenüber eher kritisch gegenüber, um hohe Arbeitszeitbelastungen zu verhindern.

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