Am 10. Mai 2016

AMEOS Klinika Hildesheim und Osnabrück: Warnstreik

Die Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite der AMEOS Klinika Hildesheim und Osnabrück sind immer noch weit von einer Einigung entfernt. Nachdem ver.di und dbb die Tarifverhandlungen zunächst für gescheitert erklärt hatten und die Geschäftsführung der dbb-Bundestarifkommission die Freigabe für Streiks erteilt hat, hat die Arbeitgeberseite erstmalig ein schriftliches Angebot vorgelegt. Darüber soll am 11. Mai 2016 verhandelt werden.

Es liegt weiterhin kein Angebot zu prozentualen Steigerungen und kein Angebot zur Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen vor. Leiharbeitnehmer sollen nach und nach übernommen werden, aber zu schlechteren Bedingungen als alle anderen. Die Bezahlung der Auszubildenden, soll in „Anlehnung“ an den TVAöD geregelt werden.

Die Beschäftigten erhöhen den Druck zu diesem Verhandlungstermin und zeigen den Arbeitgebern, dass sie für ihre berechtigten Forderungen einstehen!

Deshalb rufen der dbb alle Beschäftigten, die unter die Tarifverträge für die AMEOS-Klinika in Hildesheim / Hameln und Osnabrück fallen, am

10. Mai 2016

ab Beginn der Frühschicht bis zum Ende der Spätschicht

zu einem Warnstreik auf!

Nur wenn alle Beschäftigten gemeinsam stark sind, gibt es auch einen guten Tarifabschluss!

Die Forderungen bleiben:

  • Wiederinkraftsetzung des Haustarifvertrags (das bedeutet die dynamische Anwendung des TVöD) mit Übernahme der Tarifergebnisse des öffentlichen Dienstes
  • Verlängerung des Kündigungsschutzes
  • Begrenzung von Leiharbeit und Werkverträgen

Beschäftigte der AMEOS SDG und der AMEOS Niedersachsen-Bremen GmbH sind nicht zum Warnstreik aufgerufen.

Hintergrund

Nachdem die Gewerkschaften über ein Jahr erfolglos mit der Arbeitgeberseite über einen neuen Manteltarifvertrag verhandelt haben, haben sie die Tarifver-träge mit AMEOS im Januar 2016 zum 30. April 2016 gekündigt und die Tarif-verhandlungen neu ausgerichtet. Die darauf folgenden Tarifverhandlungen stockten jedoch immer wieder. Ein verhandelbares Arbeitgeber-Angebot lag bisher nicht vor.

 

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