dbb jugend: Öffentlichen Dienst attraktiver machen

17. dbb Bundesjugendtag in Berlin beschließt Leitanträge

Mit der Verabschiedung von drei Leitanträgen hat der Bundesjugendtag der dbb jugend am 19.Mai 2012 in Berlin die berufs- und jugendpolitischen Schwerpunkte der dbb Nachwuchsorganisation für die kommenden fünf Jahre beschlossen.

Die Verbesserung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes für junge Berufseinsteiger ist zentrales Ziel der beiden Leitanträge in den Bereichen „Beamte“ und „Tarif“: Junge Schulabgänger interessierten sich heutzutage mehr denn je für ein attraktives Berufsbild, heißt es, welches neben dem monetären Aspekt vor allem Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, die Sicherheit des gewählten Berufs sowie eine qualifizierte Ausbildung umfasse. Vor diesem Hintergrund fordert die dbb jugend einen realen Einkommenszuwachs für Anwärter und Auszubildende sowie eine leistungsorientierte Bezahlung. Mit Blick auf den Beamtenbereich sollen Besoldung und Versorgung wieder bundeseinheitlich geregelt werden, ein modernes, karriereförderndes Dienstrecht endlich mit Leben erfüllt werden. Im Tarifbereich fordert die dbb jugend, die Angleichung Ost/West voranzutreiben, sowie eine Übernahmegarantie und die Schaffung unbefristeter Arbeitsverhältnisse. Grundsätzlich, so die Leitanträge, sei im öffentlichen Dienst auf eine ordentliche und angemessene Personalausstattung zu bestehen, da die bekanntermaßen extreme Arbeitsbelastung und ihre Folgen wie Mehrarbeit, Überstunden und gesundheitliche Probleme keinen Anreiz für junge Menschen darstellten, sich für eine Ausbildung im öffentlichen Dienst zu bewerben.

Ehrenamt stärken

Für die Stärkung des Ehrenamts setzt sich der dritte Leitantrag der Bundesjugendleitung ein: „Um junge Menschen zu motivieren, ehrenamtlich tätig zu werden, und um sie längerfristig an das Ehrenamt zu binden, müssen neben den notwendigen gesetzlichen Grundlagen auch Anreize geschaffen werden. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Vorbildfunktion des Staates für eine funktionierende Bürgergesellschaft fordert die dbb jugend umfassendere staatliche Unterstützung von ehrenamtlich Tätigen.“ Für den Bereich des öffentlichen Dienstes heißt das: Ehrenamtliches Engagement und die dadurch erworbenen Fähigkeiten sollten bei Einstellung und beruflicher Beurteilung anerkannt, die Möglichkeiten von bezahltem Sonderurlaub ausgebaut werden.

 

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