• Sandra van Heemskerk
    Sandra van Heemskerk, komba gewerkschaft

Stimmen aus Potsdam: Sandra van Heemskerk, komba gewerkschaft

Die dritte Verhandlungsrunde in den Entgelttarifverhandlungen mit dem Bund und den Kommunen hat heute in Potsdam begonnen. Seit dem Beginn der Runde ist die Verhandlungskommission des dbb vor Ort, um über Zwischenstände zu beraten und das weitere Vorgehen in den Verhandlungen abzustimmen. Teil der Verhandlungskommission ist auch Sandra van Heemskerk, 39 Jahre alt, Mitglied der komba gewerkschaft und in Mönchengladbach als Erzieherin tätig.

„Eine deutliche Entgeltsteigerung ist natürlich auch für die Erzieherinnen und Erzieher das Wichtigste. Gerade jetzt, wo es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem Alter von einem Jahr gibt, werden deutlich mehr Erzieherinnen und Erzieher gebraucht. Deshalb ist es entscheidend, dass der öffentliche Dienst konkurrenzfähig bleibt und dem Fachkräftemangel offensiv entgegen tritt. Und ein wichtiges Kriterium für die Konkurrenzfähigkeit ist natürlich das Geld. Eine soziale Komponente, die den unteren Entgeltgruppen besonders zugutekommt, ist aus meiner Sicht für die Kolleginnen und Kollegen sehr wichtig. Auch die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen müssen sehen, dass ihre gute Arbeit wertgeschätzt wird.

Dass auch wir Erzieherinnen und Erzieher für ein gutes Verhandlungsergebnis kämpfen können, haben wir in der zweiten Warnstreikwelle in der letzten Woche eindrucksvoll gezeigt. Zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen hat die komba sehr erfolgreiche Warnstreiks mit Kitabeschäftigten durchgeführt. Wir haben den Arbeitgebern gezeigt, was passiert, wenn die Kinderbetreuung ausnahmsweise einmal nicht funktioniert. Denn noch ist eine funktionierende Betreuung der Kinder die Regel. Damit das auch dauerhaft so bleibt und noch weiter ausgebaut werden kann, damit Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind, müssen sich die Arbeitgeber jetzt in den Verhandlungen bewegen. Wenn es nötig ist, werden wir für einen erfolgreichen Tarifabschluss auch weiter kämpfen.“

 

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