Amt

Dem Beamtenrecht liegt kein einheitlicher Amtsbegriff zugrunde. Unterschieden werden unter anderem das statusrechtliche und das funktionelle Amt, welches wiederum in das abstrakt-funktionelle Amt und das konkret-funktionelle Amt aufgeteilt wird.

 

Das Amt im statusrechtlichen Sinne kann beschrieben werden durch die drei Elemente der Laufbahngruppe, des Endgrundgehalts der Besoldungsgruppe und der Amtsbezeichnung, wie z.B. das Amt eines Inspektors oder eines Regierungsrates. Grundsätzlich wird ein statusrechtliches Amt durch das Besoldungsgesetz und die Besoldungsordnung festgelegt.

 

Mit dem funktionellen Amt wird der Aufgabenkreis eines Beamten bestimmt. Das abstrakt-funktionelle Amt beschreibt einen der Stellung des Beamten entsprechenden Aufgabenkreis in einer bestimmten Behörde, wie z. B. das Amt eines Regierungsrates in einer Bundesoberbehörde. Das abstrakt-funktionelle Amt erhält der Beamte durch Zuweisung zu einer Behörde. So entspricht z. B. dem statusrechtlichen Amt des Inspektors z. B. das abstrakt-funktionelle Amt Sachbearbeiter bei einer Stadtverwaltung.

 

Das konkret-funktionelle Amt bezeichnet den Dienstposten, also den speziellen Aufgabenkreis des Beamten in einer Behörde. So kann z. B. der Inspektor im Personalreferat einer Stadtverwaltung zuständig sein für die Aus- und Fortbildung. Das konkret-funktionelle Amt wird mit der Übertragung eines im Organisations- und Geschäftsverteilungsplan vorgesehenen, bestimmten Aufgabenkreises innerhalb einer Behörde begründet.

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