dbb Podcast „DienstTag“ – Folge 33: Der Müllwerker„An den Gestank gewöhnt man sich – Die Hitze ist erbarmungsloser“

Vom Landschaftsgärtner zum Müllwerker: In der aktuellen Folge von DienstTag, dem dbb-Podcast, erzählt Heiko Nickel über seinen Weg in den öffentlichen Dienst und zu den Dortmunder Entsorgungsbetrieben.

Politik & Positionen

Eigentlich war der Beruf des Müllwerkers bereits seit drei Generationen in der Familie Nickel vorgezeichnet. Dennoch entschied Heiko sich zunächst für die Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Auch wenn die körperliche Belastung mit Sicherheit bei der Müllabfuhr nicht geringer ist, die Arbeitsplatzsicherheit und Aufstiegschancen sind bei den Entsorgungsbetrieben besser. „Egal, was technologisch noch passiert, Müll gibt es immer und der öffentliche Dienst zahlt wenigstens pünktlich“, so Heiko Nickel.

Die größte Herausforderung im Job ist eindeutig die körperliche Belastung und der Zeitdruck: „Die meisten kommen nicht gesund aus der Nummer raus. Mülltonnen müssen aus Kellern geholt und über Hinterhöfe geschleppt werden, manchmal sogar über Treppen. Das geht auf die Gelenke.“ Kein Wunder also, dass sich auch Heiko Nickel entscheiden gegen die Verlängerung der Lebensarbeitszeit ausspricht. „Das kommt überhaupt nicht in Frage“, betont der 43-Jährige „Wir arbeiten bei Wind und Wetter, zu jeder Jahreszeit. Das Schlimmste ist dabei nicht der Gestank, daran gewöhnt man sich. Auch nicht der Frost, gegen den kann man anarbeiten. Die Hitze ist erbarmungsloser. Der entkommt man nicht.“  

zurück