dbb magazin 7-8/2026

SENIOREN Die Tagung richtet den Blick auf eine der zentralen Fragen unserer Gesellschaft: Wie kann Gesundheit im Alter zukünftig verlässlich, menschenwürdig und zugleich bezahlbar gestaltet werden? Die Veranstaltung greift aktuelle Herausforderungen auf, die viele ältere Menschen unmittelbar betreffen, und stellt praxisnahe, zukunftsorientierte Lösungsansätze zur Diskussion. Im Fokus stehen unter anderem die Stärkung der Prävention, ein verantwortungsvoller Umgang mit Medikamenten im Alter, die gesundheitlichen Auswirkungen von Einsamkeit und sozialer Isolation sowie die Frage nach dem richtigen Maß medizinischer Versorgung. Dabei geht es auch um Lebensqualität, Selbstbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Fachtagung richtet sich an alle, die sich mit den Chancen und Herausforderungen einer guten gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen befassen sowie neue Denkanstöße für Politik, Praxis und Gesellschaft gewinnen möchten. Für die 10. Seniorenpolitische Fachtagung der dbb bundesseniorenvertretung am 30. September 2026 zwischen 10 und 16 Uhr im dbb forum berlin, in der Friedrichstraße 169, 10117 Berlin, können Sie sich schon jetzt anmelden: entweder per Brief an den dbb beamtenbund und tarifunion, bundesseniorenvertretung, Friedrichstraße 169, 10117 Berlin, per Telefax an 030 4081-5399 oder per E-Mail an senioren@dbb.de. Bitte geben Sie Vor- und Nachnamen, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Organisation/Arbeitgeber sowie Funktion/Dienstgrad(bezeichnung) an. (Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.dbb.de/datenschutz) Die Teilnahme an der Veranstaltung und die Tagungsverpflegung sind kostenfrei. Im dbb forum berlin finden maximal 200 Personen Platz. Nach Erreichen der Kapazitätsgrenze werden keine Anmeldungen mehr entgegengenommen. Sie werden entsprechend informiert. _ Motive: Icons-Studio, j.mel (AdobeStock), dbb 30. September 2026 | 10 bis 16 Uhr | dbb forum berlin 10. Seniorenpolitische Fachtagung Bezahlbar und gut versorgt – neue Wege für die Gesundheit im Alter 090626_dbb_senioren_SeniorenpolFachtagung2026_Anzeige_184x82mm.indd 1 09.06.2026 08:52:57 Die Babyboomer verlassen den Arbeitsmarkt Insgesamt haben 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund mehr als 937 000 Versicherte erstmals eine Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Nur rund 378 000 von ihnen hatten beim Rentenstart die zu dem Zeitpunkt vorgesehene Altersgrenze für die ab 1958 Geborenen von 66 Jahren erreicht – das entspricht etwa 40 Prozent. Die „Rente mit 63“: Fast 270 000 Menschen sind in diesem Jahr als besonders langjährig Versicherte früher und ohne Abschläge in Rente gegangen. Die Altersgrenze der Rente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Versicherungsjahren steigt in Stufen. Sie lag 2024 bei 64 Jahren und vier Monaten für 1960 Geborene. Mit Abschlägen in den Ruhestand: Bei 28 Prozent aller neu beginnenden Altersrenten gab es im Jahr 2024 Abschläge. Sie gelten für den gesamten Bezug der Rente. Im Schnitt starteten die Betroffenen 32 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in die Rente. Die Abschläge betragen 0,3 Prozent für jeden Monat, um den der Rentenbeginn vorgezogen wird. Die derzeit beginnende Übertrittswelle von geburtenstarken BabyboomerJahrgängen ins Rentenalter ist der Hauptgrund, weshalb die Rente von der Politik als akute Herausforderung gesehen wird. Wenn die Rente, wie geplant, stabil gehalten werden soll, droht der Finanzbedarf deutlich zu steigen – je stärker, desto mehr Menschen früher als regulär aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Vor allem die abschlagsfreie, vorzeitige Rente nach 45 Versicherungsjahren steht in der Kritik: Ursprünglich war sie geschaffen worden, um Menschen mit körperlich besonders anspruchsvollen Tätigkeiten zu entlasten – den Dachdecker, die Altenpflegerin –, die schon als Teenager zu arbeiten begonnen hatten. Sie sollten die Möglichkeit bekommen, früher aus physisch (über)fordernden Jobs auszusteigen. Seit Jahren ist aber klar, dass die Bundesregierung die Zahl der Anspruchsberechtigten unterschätzt. Sie lag in fast jedem Jahr seit Einführung 2014 um einige Zehntausend höher als prognostiziert. Zudem verursacht die Regelung hohe Kosten und wird vielfach von Menschen genutzt, deren Tätigkeit im Regelfall physisch weniger herausfordernd ist. Auf diese Weise verstärkt sie den Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel. In Deutschland gibt es der DRV zufolge aktuell so viele Rentner wie noch nie: Ende 2025 wurden rund 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt. ada Rentenbezug INTERN 31 dbb magazin | Juli/August 2026

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