dbb magazin 7-8/2026

PODCAST #staatklar – das E-Zine der dbb jugend #staatklar ist das Online-Magazin der dbb jugend – mit rund 150 000 Mitgliedern im öffentlichen Dienst und in den privatisierten Bereichen eine der größten gewerkschaftlichen Jugendorganisationen in Deutschland. #staatklar berichtet über aktuelle Themen und Entwicklungen im Staatsdienst, in der Daseinsvorsorge sowie im Bereich der systemrelevanten Infrastruktur und hat dabei insbesondere die Interessen und Belange der jungen Menschen im Fokus. Direkt zur aktuellen Ausgabe: staatklar.org oder QR-Code scannen Der Zugbegleiter „Wir sitzen doch alle im selben Boot … also im selben Zug“ René Bäselt wurde als Zugbegleiter auf dem ICE selbst schon angegriffen, beschimpft und bespuckt. In letzter Zeit entspanne sich die Stimmung in den Zügen aber wieder, erzählt er im dbb-Podcast. Vielleicht werden wir nicht mehr so angefeindet, weil die Passagiere sich an die Probleme bei der Bahn gewöhnt haben. Ist zwar nicht schön, ist aber so: Wir sitzen doch alle im selben Boot … also im selben Zug“, erzählt der 56-jährige Berliner in DienstTag. 2025 gab es dennoch über 3 000 Übergriffe auf das Zugpersonal der Bahn. René Bäselt hält es deshalb für besser, wenn pro Zug wie früher wieder drei bis vier Zugbegleiter oder Zugbegleiterinnen an Bord wären, statt wie heute zwei: „Das sind bis zu 13 Wagen. Eine Person in der 1., eine Person in der 2. Klasse. Wenn da irgendwo was passiert, kommt man doch fast immer zu spät.“ Die Übergriffe hätten zugenommen, seit Corona immer mehr, sagt Bäselt, und da zählen viele Faktoren hinein: „Das ist der Fahrgast ohne Fahrschein, alkoholisierte Personen, aber eben auch der normale Fahrgast, dem das alles zu viel wird, wenn er wegen einer Verspätung seinen Flug verpasst.“ Leider habe niemand mehr die Courage einzugreifen, wenn ein Zugbegleiter angegriffen wird, auch wenn der ganze Wagen voll ist. Das betrübe ihn am meisten. Der erfahrene Zugchef ist für die Diensteinteilung an Bord, für die Sicherheit, Techniküberwachung und Ansagen im ICE zuständig. Schichtbeginn kann rund um die Uhr sein und die Einsätze können bis zu sechs Tage dauern. „Wir haben eine Jahresarbeitszeit, nach der sich die Dienstpläne richten. Mit 40 Stunden pro Woche und dann ist Schluss kommen wir natürlich nicht hin.“ René Bäselt liebt die Abwechslung in seinem Beruf als Zugbegleiter. Pannen im Betriebsablauf mag er hingegen weniger: „Die Züge heute sind viel moderner, aber auch viel störanfälliger. Auf den alten Zügen konnte man da auch noch manchmal was selbst beheben, etwa bei der Klimaanlage. Heute gibt es dafür kaum noch Spielraum.“ _ Die Podcast-­ Beiträge des dbb gibt es unter www.dbb.de und überall, wo es Podcasts gibt. © Deutsche Bahn AG 30 INTERN dbb magazin | Juli/August 2026

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