Baden-Württemberg

„Mittagspausenaktion“: Tarifbeschäftigte und Beamte solidarisch vereint

Um ihrer Forderung für die Einkommensrunde 2015 – 5,5 Prozent Plus, mindestens aber 175 Euro mehr – Nachdruck zu verleihen, sind in Baden-Württemberg vom 19. bis 24. Februar 2015 Tarifbeschäftigte und Beamte in ihrer Mittagspause solidarisch vereint auf die Straße gegangen. Veranstaltet wurden die „Mittagspausenaktionen“ von der DPolG, teilgenommen haben aber Beschäftigte aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes. „Wir haben die Kolleginnen und Kollegen aus anderen BBW-Gewerkschaften und Verbänden aufgerufen, gemeinsam mit uns für gerechten Lohn für gute Arbeit zu streiten“, sagt DPolG-Landestarifbeauftragter Manfred Riehl. Er warnt die öffentlichen Arbeitgeber und Dienstherrn gleichermaßen: „Wenn die nicht endlich begreifen, dass sie in ihr Personal investieren müssen, sieht es in Deutschland schon bald ziemlich düster aus.“

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Die Auftaktveranstaltung fand am 19. Februar 2015 in Karlsruhe statt. Es folgten Stuttgart (20. Februar), Heidelberg (23. Februar) und Freiburg (24. Februar). Gekommen waren Polizisten, Beschäftigte der Forstverwaltung, aus dem Straßenverkehrsdienst, der Finanzverwaltung, aber auch Lehrer und Beamte aus allen Verwaltungsbereichen. Doch nicht allein die Forderung nach angemessener Bezahlung vereint Tarifbeschäftigte und Beamte im Schulterschluss. In nahezu allen Bereichen des öffentlichen Dienstes gibt es Klagen über Arbeitsverdichtung, erklärte Riehl. Es fehle an qualifiziertem Personal und der Mangel an Nachwuchs sei im öffentlichen Dienst nämlich längst angekommen. Auch deshalb mahnt Riehl die öffentlichen Arbeitgeber und Dienstherrn eindringlich, den Forderungen der Gewerkschaften nachzukommen.

 

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