dbb-BildungsgewerkschaftenINSM-Bildungsmonitor erschienen

Am 14. September 2026 wurde der INSM-Bildungsmonitors vorgestellt. Die dbb-Bildungsgewerkschaften stellen unterschiedliche Aspekte heraus.

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Tomi Neckov, der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), hinterfragt den Bildungsmonitor als Ranking zwischen den Bundesländern: „Der föderale Wettbewerb ist ein geeignetes Mittel, um die besten Lösungen für alles, was in Landesverantwortung umzusetzen ist, zu finden. Dafür braucht es den Austausch der Bildungsministerien, dafür braucht es evidenzbasierte Evaluation und den Blick auf Kontextfaktoren. Wenn heute anhand des INSM-Bildungsmonitors über das beste oder schlechteste Bildungssystem geurteilt wird, sollten wir auch fragen, wie aussagekräftig der Index eigentlich ist.“ Die Unterschiedlichkeit der verwendeten Faktoren sei immens und so auch die Antworten in den Ländern darauf. Zudem würden Kontextfaktoren nicht ausreichend als Erklärung hinzugezogen.

 

Aus gymnasialer Perspektive richtet der Deutschen Philologenverband (DPhV) den Blick auf zwei Handlungsfelder, die der Bildungsmonitor länderübergreifend als Schwachstellen ausweist: Betreuungsbedingungen und Digitalisierung. In mehreren Ländern fallen Betreuungsrelationen und Klassengrößen gerade in der Sekundarstufe I und II deutlich hinter den Bundesdurchschnitt zurück, während die digitale Infrastruktur an Schulen bundesweit in kaum einem Land ein vorderes Handlungsfeld-Ranking erreicht. Beides bestätigt seit Langem erhobene DPhV-Forderungen nach verbindlichen Mindeststandards für die digitale Ausstattung.

 

Ralf Neugschwender, Bundesvorsitzender des Bundesverbands Reale Bildung (BVRB), erklärte: „Der Bildungsmonitor 2026 zeigt: Bildung entscheidet wesentlich über Aufstiegschancen – und fehlende Abschlüsse bergen erhebliche Risiken für Einkommen und Teilhabe. Deshalb muss sich der gesellschaftliche und bildungspolitische Fokus wieder mehr auf den erfolgreichen Weg zum mittleren Schulabschluss richten. Ein guter mittlerer Schulabschluss ist kein Abschluss zweiter Klasse, sondern eröffnet vielfältige Wege in Ausbildung, Beruf und weiteren Bildungsaufstieg. Das differenzierte Schulwesen ist dabei Teil der Lösung. Gerade die Realschule und deren verwandte Schularten verbinden klare Bildungsziele mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten und schaffen Chancen auf sozialen Aufstieg – unabhängig von der sozialen Herkunft.“

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