Zum „Tag der Arbeit“ fand am 30. April 2026 auch in diesem Jahr wieder der Arbeitnehmerempfang der NRW-Landesregierung statt, zu dem auch Vertreterinnen und Vertreter des DBB NRW eingeladen waren.
Mit einer klaren Analyse der wirtschaftlichen Lage begrüßte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst in der Stadthalle Hagen die anwesenden Gäste. Und mit klaren Antworten: Nordrhein-Westfalen habe mit der Altschuldenentlastung für Kommunen, dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur als größtem Infrastrukturprogramm der Landesgeschichte und dem neuen Tarifentgeltsicherungsgesetz für faire Arbeitsbedingungen geliefert. Jetzt brauche es einen gemeinsamen Schulterschluss – in der Sozialpartnerschaft und in der demokratischen Mitte.
Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Das Geschimpfe auf Arbeitgeber ist genauso falsch wie das Geschimpfe auf Arbeitnehmer. Die Mehrheit der Menschen in unserem Land leistet jeden Tag extrem viel – im Job, in den Familien, in der Gesellschaft. Dafür stehen Millionen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Nordrhein-Westfalen jeden Tag auf. Deshalb verstehen wir uns als das Land der Arbeit – und das seit 80 Jahren.“
Wüst weiter: „Arbeit prägt unser Selbstverständnis, genauso wie Miteinander und Solidarität. Und klar: Die wirtschaftliche Lage ist herausfordernd und die Eskalation im Nahen Osten setzt die Weltwirtschaft massiv unter Druck. Aber genau deshalb braucht es weniger Geschimpfe und mehr Miteinander – einen Schulterschluss. Denn es braucht ein Bündnis von Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politik für Investition, Innovation, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Ich halte es deshalb für richtig, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber in Berlin mit an den Tisch kommen – für ein echtes Miteinander und eine pragmatische Mitte in diesem Land. Für mich steht fest: Wir brauchen einen Konsens zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wir brauchen einen Konsens 2030.“