Wo bleibt unser Anteil?

BA: dbb-Gewerkschaften fordern Teilhabe an „Performancegewinnen“

In der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird erneut kräftig umorganisiert. Nicht nur die Umstellung auf die E-Akte, auch die aktuellen Fachkonzepte sehen viele Änderungen vor. Größtes Projekt ist die Umorganisation der Arbeits-agenturen unter der Überschrift NEO. Das Ziel der BA: „Performancegewinne“ und mehr Flexibilität. Die Kolleginnen und Kollegen der BA, die jetzt schon gut arbeiten, sollen künftig noch bessere Leistung erbringen bei geringeren Kosten. Die Umorganisationen erfolgen immer schneller. Oft sind die vorangegangen Änderungen noch nicht einmal richtig umgesetzt. Ohne eine ausreichende Erprobung wird einfach so getan, als sei alles in Ordnung. „Viele Beschäftigte verstehen die dauernden Änderungen nicht mehr und fühlen sich alleine gelassen“, erklärt Siglinde Hasse, Verhandlungsführerin und stellvertretende Vorsitzende der Bundestarifkommission, die Sorgen der Mitarbeiter. Auf diese Punkte hat der dbb in der letzten Verhandlung am 4. und 5. Juli 2013 hingewiesen und erwartet jetzt eine Antwort von Arbeitgeberseite.

Das Selbstverständnis und das Vorgehen der BA sind die eines modernen Dienstleisters geworden, mit allem was dazugehört. Umstrukturierungen und der Prozess der ständigen Effizienzsteigerungen gehören auch dazu. Wenn die BA das Ziel hat, immer effektiver zu werden, stellt sich eine Frage: Wo bleibt unser Anteil? Wenn auf BA-Seite Geld eingespart wird und gleichzeitig die Überschüsse steigen, sollte man erwarten, dass ein Teil an die Beschäftigten zurückfließt. Denn nur mit ihnen und ihrer guten Arbeit und Anpassungsfähigkeit sind die Reformen überhaupt umsetzbar.

Die nächste Verhandlungsrunde ist erst im Oktober. Also noch viel Zeit für die Arbeitgeberseite, sich mit unseren berechtigten Fragen auseinanderzusetzen!

 

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