dbb magazin 1-2/2024

Nürnberg, 29. November Lokomotivführer (GDL). „In beiden Tarifrunden geht es um Wertschätzung für geleistete Arbeit, die Mitarbeiterbindung und -gewinnung sowie die Sicherung und Stärkung der öffentlichen Infrastruktur“, hatte der dbb Fachvorstand Tarifpolitik Volker Geyer bekräftigt. Die gewerkschaftlichen Einkommensforderungen seien mehr als berechtigt – die Arbeitgeber der Bahn und im öffentlichen Dienst der Länder müssten sich endlich bewegen. dbb Chef Ulrich Silberbach hatte die Arbeitgebenden dazu aufgerufen, ihren verbalen Respektsbekundungen für die Beschäftigten endlich materielle Taten folgen zu lassen: „Egal ob aus dem Bahntower oder den Landeshauptstädten: Die Kolleginnen und Kollegen brauchen keine billigen Lobhudeleien mehr, sondern reale Einkommenszuwächse.“ Claus Weselsky, GDL-Bundesvorsitzender, hatte den engen Zusammenhang zwischen Arbeits- und Bezahlbedingungen einerseits und dem Fachkräftemangel andererseits unterstrichen: „Die jungen Leute können sich heute aussuchen, wo sie arbeiten. Wir schießen uns als Bahn oder öffentlicher Dienst doch absichtlich ins eigene Knie, wenn wir darauf nicht mit einer Attraktivitätsoffensive reagieren. Dabei geht es ums Geld und um die Arbeitszeit. Beides muss verbessert werden.“ Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, blickte auf die Solidarität innerhalb der dbb Familie: „Wir stehen hier zusammen, weil wir als dbb für die gesamte öffentliche Infrastruktur einstehen, für innere Sicherheit und Verkehr genauso wie für Bildung, Finanzverwaltung und soziale Absicherung. Wir sind das Rückgrat dieser Gesellschaft und wir verlangen entsprechende ‚geldwerte‘ Anerkennung.“ ■ > Ein steuer- und sozialabgabenfreier Inflationsausgleich in Höhe von 3 000 Euro (stufenweise Auszahlung ab Dezember 2023). > Ab dem 1. November 2024 Erhöhung der Tabellenentgelte um 200 Euro (Sockelbetrag) und ab dem 1. Februar 2025 um 5,5 Prozent (Anpassung des Erhöhungsbetrags auf 340 Euro, wo dieser Wert nicht erreicht wird). > Ausbildungs- und Praktikantenentgelte werden zu den gleichen Zeitpunkten um insgesamt 150 Euro erhöht. Vertragslaufzeit: 25 Monate. Aktuelle Informationen zum Stand der Übertragung des Tarifergebnisses auf Landesbeamtinnen und Landesbeamte finden Sie auf Seite 19. Die Eckpunkte der Einigung Dresden 6. Dezember München, 4. Dezember Düsseldorf, 5. Dezember Saarbrücken, 5. Dezember Berichte und Bilderstrecken zu allen Aktionen sowie alle Infos zur Tarifeinigung 2023 TV-L: dbb.de/einkommensrunde © Michaela Rehle © Daniel Karmann © Dirk Guldner AKTUELL 15 dbb magazin | Januar/Februar 2024

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