9. Meseberger Zukunftsgespräch

Digitalisierung: Die Verwaltung lahmt

Der dbb Bundesvorsitzende Silberbach hat das Tempo der Digitalisierung im öffentlichen Dienst kritisiert.

„Während die Wirtschaft in Sachen Digitalisierung galoppiert, trabt der öffentliche Dienst nicht mal. Er lahmt.“ Mit deutlichen Worten hat dbb Chef Ulrich Silberbach am Rande des 9. Meseberger Zukunftsgesprächs fehlende politische Vorgaben für die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung bemängelt. „Es ist gut, dass diese Bundesregierung dem Thema grundsätzlich eine hohe Priorität einräumt, aber jetzt muss es auch mal ans Eingemachte gehen. Wir brauchen einen konkreten Plan für die öffentliche Verwaltung in den nächsten sechs Monaten, wenn wir in dieser Legislaturperiode wirklich weiter kommen wollen“, sagte Silberbach am 3. September 2018 nach dem Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

 

Dabei gehe es in erster Linie um Ausbildung und Qualifizierung. „Im öffentlichen Dienst ist immer noch der Mensch die wichtigste Ressource. Natürlich brauchen wir auch die entsprechende digitale Infrastruktur, aber ohne qualifiziertes Personal wird sie uns nicht viel nutzen. Das bedeutet: Erstens müssen wir junge Menschen mit den nötigen Vorkenntnissen in die Verwaltung holen. Zweitens müssen wir das vorhandene Personal für die kommenden Veränderungen fit machen.“

 

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