Lebensgroßes „Scrabble“ vorm Brandenburger Tor

dbb jugend zum Ausbildungsstart: Beamtenstatus ist unverzichtbar

  • Scrabble der dbb jugend vor dem Brandenburger TorBeim Scrabble vor dem Brandenburger Torwurden die Mitglieder des dbbj Vorstands Philipp Mierzwa, Liv Grolik, Karoline Herrmann und Christoph Strehle (v.l.) von den beiden dbb Vizes Friedhelm Schäfer (3.v.r.) und Jürgen Böhm (2.v.r.) unterstützt.

Die für Land und Leute unstrittigen Vorteile des Berufsbeamtentums hat die dbb jugend bei ihrer traditionellen AusbildungsSTART-Aktion am 3. September 2018 auf dem Pariser Platz vorm Brandenburger Tor in Berlin dargestellt.

„Streikfreiheit“, „Verlässlichkeit“, „Neutralität“, „Rechtsstaatlichkeit“ – diese und weitere positive Begriffe im Zusammenhang mit Beamtinnen und Beamten galt es beim lebensgroßen „Scrabble“-Spiel vorm Brandenburger Tor zu setzen, das die dbb jugend aufgebaut hatte, um Passanten und Politikern die Vorteile des Berufsbeamtentums in Deutschland zu verdeutlichen. „Passend zu unserem Jahresthema ‘Beamte – Deal or no deal?’ möchten wir den Menschen klarmachen, dass der Beamtenstatus unverzichtbar ist für das Funktionieren unseres Staates und damit für ganz viele Dinge, die damit zusammenhängen: Bildung, Sicherheit, Schutz des Eigentums, Gesundheit, Wirtschaftswachstum und Wohlstand, Recht, Ordnung, Soziales, Umwelt- und Naturschutz“, erklärte dbb jugend Chefin Karoline Herrmann am Rande der Aktion, die anlässlich des Starts in ein neues Ausbildungsjahr jährlich zu einem bestimmten Thema stattfindet. In zahlreichen Gesprächen auf und neben dem Spielfeld wurde eifrig diskutiert und argumentiert. „Vor allem gilt es, endlich mit den Vorurteilen über die vermeintlichen Privilegien der Kolleginnen und Kollegen aufzuräumen und die elende Neiddebatte zu beenden“, betonte Herrmann. „Grundsätzlich hat ja jeder das Recht, sich anlässlich der Berufswahl bei entsprechender Eignung und Befähigung für eine Beamtenlaufbahn zu entscheiden. Wer das nicht tut, darf sich hinterher nicht auf Kosten jener, die sich in den Dienst des Staates stellen, darüber ärgern. Hinzu kommt: Ja, Beamte sind wirklich auch Steuerzahler. Nein, sie verdienen nicht alle wie ein Staatssekretär. In der Tat: Sie arbeiten. Und zwar seit Jahren deutlich länger als ihre angestellten Kollegen und oft bis zum Umfallen. Bezahlt werden sie nach Gutsherrenart – abhängig vom Säckel des jeweiligen Dienstherrn, was auch nur in Bayern oder beim Bund wirklich Spaß macht. Und ja: Beamte bekommen im Krankheitsfall Beihilfe vom Staat, müssen aber den Rest über eine private Krankenversicherung abdecken, die sie im Alter teuer zu stehen kommt. Im Ruhestand erhalten Beamte Pension statt Rente, auch das ist Teil des Deals mit Vater Staat, in dem sie abgemacht haben, dass sie auf ihr Streikrecht verzichten, um die Verlässlichkeit im öffentlichen Dienst permanent sicherzustellen. Ein fairer Tausch“, erläuterte die dbb jugend Vorsitzende in zahlreichen Gesprächen, zu denen sich auch Vertreter der Landes- und Bundespolitik einfanden.

 

Unterstützung bekam die dbb jugend vor Ort von den dbb Vizes Jürgen Böhm und Friedhelm Schäfer. „Alle Beamtenkritiker sollten sich einfach mal vor Augen halten, wie es in der Bundesrepublik ohne diesen besonderen Berufsstand, auf den sich die Menschen jahrein, jahraus, 24/7 blind verlassen können, aussehen würde. Unser Land wäre ohne Beamtinnen und Beamte ein ganz anderes, aber auf gar keinen Fall ein besseres“, so Schäfer.

 

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