AG Soziale Arbeit

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Unter Leitung des 1. Vorsitzenden des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit (DBSH), Michael Leinenbach, fand am 5. Oktober 2018 die erste Sitzung der dbb Arbeitsgruppe (AG) Soziale Arbeit statt.

Ein Schwerpunkt der Sitzung war der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), bei dem die Situation – bundesweit betrachtet – schon länger alarmierend ist. Nicht erst seit der Studie „Zur Situation des ASD im Jugendamt: Soziale Arbeit in strukturellen Zwängen“, die im Mai 2018 veröffentlicht wurde, ist bekannt, dass in deutschen Jugendämtern eine Bandbreite struktureller Defizite besteht: Zu wenig Personal, schlechte Raumausstattung, zu viele Fälle und damit verbunden eine anhaltend hohe Fluktuation.

 

Die Teilnehmer der AG aus den dbb Fachgewerkschaften DBSH, komba, Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie Katholische Erziehergemeinschaft (KEG) waren sich einig, dass die Rahmenbedingungen so verbessert werden müssen, dass zukünftig qualifizierte Arbeit ermöglicht wird. Einer Entprofessionalisierung durch sogenannte „Schmalspurausbildungen“, die im Zuge des Fachkräftemangels entstanden sind, soll entgegengewirkt werden. Diese neuen Studiengänge bieten ein inhaltlich verkürztes Studium, welches nicht generalistisch aufgebaut, sondern funktional auf einen Bereich der Sozialen Arbeit bezogen ist. Mit solchen neuartigen Studiengängen wird aktuell versucht, den Fachkräftemangel im ASD-Bereich abzudecken.

 

Darüber hinaus befasste sich die AG mit tarifrelevanten Themen zur Eingruppierung und Bezahlung sowie mit dem Problem der Tarifflucht im Bereich der Sozialen Arbeit.

 

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