Zukunftsorientierte Verwaltung ohne Veränderung nicht zu haben

Eine effiziente und zukunftsorientierte Verwaltung erfordert nachhaltige Veränderungen – sowohl von Prozessen als auch von Strukturen. Das hat Willi Russ, Vorsitzender der dbb akademie, Zweiter Vorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion und Fachvorstand Tarifpolitik, zum Auftakt des 4. Fachkongresses „Qualität in der dienstlichen Fortbildung“ am 3. Dezember 2013 in Berlin unterstrichen. Die zweitägige Konferenz (bis 4. Dezember) wird von der dbb akademie gemeinsam mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung im Bundesinnenministerium (BAköV) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) veranstaltet.

Bereits 2007 hatten dbb, BMI und DGB die Vereinbarung „Für Innovationen, Fortbildung und Führungskräfteentwicklung in der Bundesverwaltung“ geschlossen. Russ verwies auch auf das 2010 beschlossene Regierungsprogramm „Vernetzte und transparente Verwaltung“. Darin sei klargestellt, dass zunehmende Komplexität und steigende Anforderungen nicht durch Einsparungen zu bewältigen sind. „Veränderungen in Organisationen geschehen nicht von selbst“, stellte Russ fest. „Initiiert, gestaltet, umgesetzt und getragen werden sie von Beschäftigten und Führungskräften, die entsprechende Qualifikationen benötigen.“ Zu diesem Veränderungsprozess der öffentlichen Verwaltung müsse die dienstliche Fortbildung entscheidend beitragen. „Dabei greift die alleinige Forderung nach mehr Finanzmitteln, mehr Ressourcen, mehr Veranstaltungen zu kurz“, so Russ. Gefragt seien insgesamt neue Wege, ein neues Denken zur Gestaltung der dienstlichen Fortbildung und kritisches Hinterfragen altbekannter Ansätze.

 

Vorträge von Referenten aus Forschung, Wissenschaft und Praxis sowie Fachforen auf dem Kongress befassen sich unter anderem mit dem Thema „Wie Sie (richtig) falsche Mitarbeiter auswählen“ und „Kompetenz – Allheilmittel aus dem Wunschkatalog der Personalentwicklung: Plädoyer für die weitgehende Stilllegung eines unbrauchbaren Begriffs“. Gezeigt wird auch der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm „Work hard – play hard“ der Regisseurin und Drehbuchautorin Carmen Losmann, die sich anschließend der Diskussion stellt.

 

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