Nach Kündigung des TV Zukunft

Verhandlungen mit Fraport fortgesetzt

Am 22. Mai 2019 hat eine weitere Verhandlungsrunde zum TV Zukunft Fraport zwischen dem dbb, der für seine Fachgewerkschaft komba verhandelt, und den Fraport-Arbeitgebern stattgefunden. Der dbb hatte den TV Zukunft im März gekündigt, nachdem es in den vorangegangenen Verhandlungsterminen keine Fortschritte gegeben hatte.

Die Tarifparteien haben sich erneut über die Situation der Bodenverkehrsdienste in Frankfurt und die Forderungen des dbb ausgetauscht. Die Arbeitgeberseite hat neue Vorschläge vorgelegt, wie die Bodenverkehrsdienste bei Fraport gehalten und die tariflichen Regelungen verändert werden könnten. Die Kommission des dbb wird die Vorschläge diskutieren und bewerten.

 

dbb-Verhandlungsführer Volker Geyer hat erneut darauf hingewiesen, dass eine Beschäftigungssicherung für die BVD-Kollegen ein zentrales Element des Tarifvertrags sein muss. Außerdem muss es einen Ausgliederungsschutz für den Bereich BVD geben. Die Wertschätzung der BVD-Kollegen muss sich auch darin zeigen, dass ihre Perspektiven verbessert und die Beiträge zur Sicherung der Bodenverkehrsdienste anerkannt werden, die sie in den vergangenen Jahren bereits erbracht haben. Die Verhandlungen sollen nach der internen Beratung der Gremien zeitnah fortgesetzt werden.

 

Hintergrund

Am Flughafen Frankfurt werden die Bodenverkehrsdienste teilweise vom Flughafenbetreiber Fraport selbst durchgeführt. Für die dort beschäftigten Kollegen gilt grundsätzlich der TVöD. Im Jahr 2009 haben die Gewerkschaften mit Fraport den „Tarifvertrag Zukunft Fraport“ abgeschlossen, um dieses integrierte Geschäftsmodell zu erhalten und Ausgründungen zu verhindern. Im Jahr 2016 wurde ein gemeinsamer Betrieb von Fraport, der FRA-Vorfeldkontrolle und FraGround gebildet, ebenfalls mit dem Ziel der Erhaltung der Bodenverkehrsdienste im Fraport-Konzern.

 

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