PRO Klinik Service GmbH Neuruppin

Verhandlungen fortgesetzt – Dissens bei Entgeltforderungen

In der zweiten Verhandlungsrunde für einen Tarifvertrag für die Beschäftigten der PRO Klinik Service GmbH (PKS) haben die Arbeitgebervertreter signalisiert, dass sie sich einen eigenen Manteltarifvertrag für alle Beschäftigten der PKS vorstellen können.

Manteltarifvertrag für die PKS

Basis für einen Manteltarifvertrag für die PKS ist der Manteltarifvertrag der PRO Klinik Holding GmbH (PKH). Hierzu hat der Arbeitgeber am 8. August 2018 einen Entwurf als Arbeitspapier vorgelegt, in dem viele Regelungen deckungsgleich mit dem Manteltarifvertrag der PKH sind. Gemeinsam mit der Kommission ist der dbb in eine erste Bewertung eingestiegen. Wichtig ist, dass es dort, wo es möglich ist, eine Vereinheitlichung der Arbeitsbedingungen gibt. Ein einheitliches System für Zulagen und Zuschläge in dem Manteltarifvertrag für alle Beschäftigten der PKS, wie z. B. für Rufbereitschaft, haben die Arbeitgebervertreter abgelehnt.

 

Flexibler Arbeitsbeginn

Der Arbeitgeber möchte keine weitere Regelung im Tarifvertrag, sondern hat auf die bestehende Betriebsvereinbarung zur elektronischen Zeiterfassung verwiesen. Hiernach besteht bereits jetzt die Möglichkeit, den Arbeitsbeginn flexibler zu gestalten. Die Arbeitgebervertreter werden die Abteilungsleiter auffordern, in den „patientenfernen“ Bereichen, wo ein flexibler Beginn möglich ist, diesen auch zu gestatten. Wichtig ist jedoch, dass die Kolleginnen und Kollegen sich für ihren Dienstbeginn untereinander absprechen, damit die Arbeitsabläufe weiterhin funktionieren.

 

Nächster Termin im September 2018

Der dbb fordert eine zeitnahe Fortsetzung der Verhandlungen, um zügig so viele Punkte wie möglich zu klären. Die Arbeitgeber haben einem neuen Verhandlungstermin für September 2018 zugesagt. Nachdem die Manteltarifvertragsfragen geklärt sind, geht es für den dbb in den Verhandlungen um Entgeltsteigerungen, die sich deutlich von dem jetzigen Mindestlohnniveau abheben. Der Arbeitgeber hat dazu erneut erklärt, dass er für Entgeltsteigerungen keinen Verhandlungsspielraum sieht.

 

Hintergrund

In der PRO Klinik Service GmbH (PKS) gibt es keinen Tarifvertrag für die Beschäftigten. Neben Immobilienmanagement kümmern sich die Beschäftigten der PKS um die Verpflegung der Patienten, das Catering und weitere Servicebereiche wie Wachschutz, Wäscherei und Reinigung. Die Arbeitsbedingungen werden einzelvertraglich festgelegt und sind dementsprechend unterschiedlich ausgestaltet. Regelmäßige prozentuale Lohnerhöhungen, wie in Tarifverträgen üblich, sind unbekannt.

Der dbb führt für die komba nun erstmalig Verhandlungen für die Kolleginnen und Kollegen der PKS. Unsere Ziele sind ein zukunftsfähiges, transparentes Gehaltsniveau und einheitliche Arbeitsbedingungen. Dazu zählt neben einer angemessenen Vergütung die gebührende Würdigung von Schichtarbeit, Wechselschichtarbeit und Nachtarbeit. Die PKS ist ein Tochterunternehmen der PRO Klinik Holding GmbH, deren Alleingesellschafter der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist.

 

 

zurück