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Unterzeichnung des Gute-Kita-Vertrages für NRW begrüßt

  • Unterzeichnung des Gute-Kita-Vertrags in NRWV.l.n.r.: Sylvia Steinhauer-Lisicki (Johanniter), Christina Jasmund (Hochschule Niederrhein Sozialwesen), Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, NRW-Familienminister Joachim Stamp und Sandra van Heemskerk (komba).

Nordrhein-Westfalen (NRW) will die Qualität seiner Kitas verbessern. Dafür setzt das Land nicht nur auf das eigene Kinderbildungsgesetz (KiBiz), sondern auch auf das Gute-Kita-Gesetz des Bundes. Die komba nrw begrüßte die Initiative grundsätzlich.

Mit dem Gute-Kita-Gesetz unterstützt der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kindertagesbetreuung. Am 19. November 2019 unterzeichnete NRW den entsprechenden "Gute-Kita-Vertrag" und erhält nun bis 2022 etwa 1,2 Milliarden Euro vom Bund. Jedes Bundesland hatte die Wahl, welche Handlungsfelder aus dem Gute-Kita-Gesetz finanziell unterstützt werden sollen, um die Qualität frühkindlicher Bildung zu verbessern. Die nordrhein-westfälische Landesregierung entschied sich unter anderem für die Förderung qualifizierter Fachkräfte. Demnach erhalten Träger Zuschüsse, wenn sie Erzieherinnen und Erzieher praxisintegriert ausbilden. Zudem wurde der Jahreszuschuss für Weiterbildungsmaßnahmen von Fachkräften verdoppelt.

 

„Damit ist ein wichtiger Schritt zur Fachkräftegewinnung getan. Dem müssen weitere folgen. Beispielsweise muss die generalisierte Ausbildung künftig vergütet werden. Erfreulich ist, dass dieser Aspekt im Kinderbildungsgesetz aufgegriffen wird. So fließen doppelt Gelder in die Stärkung der Fachkräfte“, sagt Sandra van Heemskerk, stellvertretende Vorsitzende der komba nrw, die sowohl den Prozess des Gute-Kita-Gesetzes als auch den des KiBiz in Expertengremien begleitet hat. Ein weiteres Handlungsfeld sei die Stärkung der Leitungen durch den Ausbau der Leitungsstunden. „Das ist ein richtiges Signal. Qualifizierte Leitungen sind der Garant für konzeptionell gute Bildungsarbeit und professionelle Personalführung. Ihnen im Arbeitsalltag mehr Zeit für Leitungsaufgaben zu ermöglichen, ist absolut notwendig“, so van Heemskerk.

 

Einen Baustein aus den möglichen Optionen ließ NRW jedoch unberücksichtigt: der ‚gute Betreuungsschlüssel‘. „Der Betreuungsschlüssel ist der Dreh- und Angelpunkt jeder qualitativ hochwertigen Arbeit. Das KiBiz berücksichtigt diesen Aspekt zwar, aber zusätzliche Gelder aus dem ‚Gute-Kita-Topf‘ wären an dieser Stelle sicherlich sinnvoll gewesen“, stellte van Heemskerk heraus.

 

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