Öffentlicher Dienst: Warnstreiks in Berlin und Brandenburg:

Über 10.000 Landesbedienstete bei Protestkundgebung in Potsdam - Leverkus: „Verhandelbares Angebot oder unbefristeter Arbeitskampf“

  • Protestkundgebung in Potsdam

Einen Tag vor Beginn der entscheidenden Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat Karl-Heinz Leverkus, stellvertretender Vorsitzender der dbb Bundestarifkommission (BTK), die Arbeitgeber mit Nachdruck dazu aufgefordert, endlich „ein verhandelbares Angebot“ vorzulegen. „Tun sie das morgen nicht, droht der Republik ein unbefristeter Arbeitskampf im öffentlichen Dienst der Länder“, sagte Leverkus vor mehr als 10.000 Beschäftigten, die sich zur zentralen Protestkundgebung anlässlich der heutigen Warnstreiks in Berlin und Brandenburg auf dem Potsdamer Luisenplatz eingefunden hatten.

„Die Landesbediensteten sorgen ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen bei Bund und Kommunen Tag für Tag dafür, dass Deutschland funktioniert, und dafür verdienen sie eine faire Behandlung und eine anständige Bezahlung“, so Leverkus. Einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst gebe es auch für die Länder nicht zum Nulltarif, machte der BTK-Vize deutlich. „Wir werden uns nicht mit dem Verweis auf leere Kassen abspeisen lassen, denn unsere Haushaltslage sieht auch nicht gerade rosig aus. Wer den öffentlichen Dienst zu finanziellen Sonderopfern zwingen will, wird Sturm ernten“, warnte Leverkus.

 

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