TV Zukunft Fraport: Tarifverhandlungen beginnen

Am 11. Dezember 2018 hat sich die Verhandlungskommission des dbb mit Vertretern von Fraport und des Kommunalen Arbeitgeberverbands Hessen getroffen um die Forderungen des dbb für die BVD-Beschäftigten und den Änderungsbedarf am TV Zukunft Fraport aus Arbeitgebersicht zu diskutieren.

Der dbb fordert für die Beschäftigten, die schon vor dem 31. Dezember 2009 beschäftigt waren, unter anderem eine Rückkehr zum vollen Zusatzurlaub und zur bezahlten Pause bei Wechselschichtarbeit. Auch diejenigen, die später eingestellt wurden, müssen aus Sicht der dbb Verhandlungskommission deutlich bessere Perspektiven bekommen, was die Struktur der Tabelle, das Eingruppierungssystem und die Zulagen betrifft. Wenn der TV Zukunft Fraport fortgeführt wird, will der dbb Regelungen zum Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen und zum Schutz vor Ausgründungen und Auslagerungen von Geschäftsbereichen erreichen.

 

Ein weiteres Thema ist die Unterstützung des Strukturwandels im Interesse der Beschäftigten, zum Beispiel durch die Ausweitung der Altersteilzeitregelung.

 

Schwierige Diskussionen

Die Arbeitgeberseite hat die Forderungen als nicht finanzierbar zurückgewiesen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Prognosen für die Bodenverkehrsdienste dargestellt. Es wurde unter Berücksichtigung der Interessen der Beschäftigten intensiv über die präsentierten Daten diskutiert. Die Verhandlungen werden zeitnah fortgesetzt.

 

Hintergrund

Am Flughafen Frankfurt werden die Bodenverkehrsdienste – im Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsflughäfen in Deutschland – teilweise vom Flughafenbetreiber Fraport selbst durchgeführt. Für die dort beschäftigten Kollegen gilt grundsätzlich der TVöD. Im Jahr 2009 haben die Gewerkschaften mit Fraport den „Tarifvertrag Zukunft Fraport“ abgeschlossen, um dieses integrierte Geschäftsmodell zu erhalten und Ausgründungen zu verhindern. Im Jahr 2016 wurde ein gemeinsamer Betrieb von Fraport, der FRA-Vorfeldkontrolle und FraGround gebildet, ebenfalls mit dem Ziel der Erhaltung der Bodenverkehrsdienste im Fraport-Konzern.

 

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