Tarifverhandlungen

"TV Zukunft Fraport": Positionen noch weit auseinander

Am 5. Februar 2019 hat eine weitere Runde der Tarifverhandlungen zur Weiterentwicklung des "TV Zukunft Fraport" stattgefunden. Der dbb und die Arbeitgebervertreter von Fraport und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Hessen haben erneut ihre Positionen ausgetauscht.

Forderungen des dbb

„Wir haben unsere Forderungen für die Kolleginnen und Kollegen der Bodenverkehrsdienste (BVD) bekräftigt“, sagte dbb Verhandlungsführer Volker Geyer. Die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, die schon vor dem 31. Dezember 2009 eingestellt worden sind, sollen sich demnach wieder ohne Abstriche nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen DIenst (TVöD) richten. Für diejenigen, die später eingestellt wurden, soll es bessere Perspektiven geben. Dafür soll der TVöD-n weiterentwickelt werden. Nachbesserungsbedarf gibt es aus Sicht des dbb zum Beispiel bei der Entgelttabelle, den Eingruppierungsregelungen und den Zulagen.

Eine weitere zentrale Forderung ist die Ausweitung der Altersteilzeitregelung auf weitere Jahrgänge, um den Beschäftigten, die jahrzehntelang körperlich sehr anstrengende Arbeiten verrichtet haben, eine Freistellungsphase vor der Rente zu ermöglichen. Damit kann auch der vom Arbeitgeber angestrebte Strukturwandel unterstützt werden.

 

Diskussion über die finanzielle Situation

Die Arbeitgeberseite hat die Forderungen erneut als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Die Vertreterinnen und Vertreter von Fraport haben die finanzielle Lage der Bodenverkehrsdienste, die Planungen für die Zukunft und die notwendigen Einsparungen dargestellt. Die Arbeitgeber haben bekräftigt, dass sie am integrierten Geschäftsmodell festhalten wollen. Bei Umsetzung der Gewerkschaftsforderungen sei das aber nicht möglich.

 

Die Verhandlungen werden zeitnah fortgeführt.

 

Hintergrund

Am Flughafen Frankfurt werden die Bodenverkehrsdienste teilweise vom Flughafenbetreiber Fraport selbst durchgeführt. Für die dort beschäftigten Kollegen gilt grundsätzlich der TVöD. Im Jahr 2009 haben die Gewerkschaften mit Fraport den „Tarifvertrag Zukunft Fraport“ abgeschlossen, um dieses integrierte Geschäftsmodell zu erhalten und Ausgründungen zu verhindern. Im Jahr 2016 wurde ein gemeinsamer Betrieb von Fraport, der FRA-Vorfeldkontrolle und FraGround gebildet, ebenfalls mit dem Ziel der Erhaltung der Bodenverkehrsdienste im Fraport-Konzern.

 

zurück