Aufstockung der Mütterrente und Rente mit 69:

Testballons im Sommerloch oder ernst gemeinte Vorschläge?

  • Wolfgang Speck

„Das wäre nur gerecht!“, stellte der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung, Wolfgang Speck, zum Vorschlag der CSU, Zeiten der Erziehung von vor 1992 geborenen Kindern künftig im Umfang von drei Jahren bei der Rente anzurechnen, fest. Zugleich äußerte er Zweifel, ob dieser Vorschlag tatsächlich ernst gemeint sei.

Der Chef der dbb Senioren wies darauf hin, dass es für die Unterscheidung zwischen Müttern und Vätern von vor 1992 und nach 1991 geborenen Kindern ohnehin keinen sachlichen Grund gebe. Auch sei dies ein guter Anlass, den 2014 bei der Anrechnung des zweiten Jahres der Kindererziehung gemachten Fehler, diese aus Mitteln der Rentenversicherung zu finanzieren, zu korrigieren. „Die Mütterrente ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss daher aus Steuermitteln finanziert werden!“, so Speck. Außerdem fordert die dbb bundesseniorenvertretung die wirkungsgleiche Übertragung der Mütterrente in das Beamtenversorgungsrecht.

 

Zur Forderung der Bundesbank, schrittweise bis zum Jahr 2064 das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erhöhen, erklärte Speck, er könne nur hoffen, dass der Vorschlag nicht ernst gemeint sei. „Zurzeit vergeht ja kaum ein Tag ohne mehr oder weniger diskussionswürdige Vorschläge zur Rente. Über die Verunsicherung der Menschen muss sich niemand wundern“, stellte der Vorsitzende fest.

 

 

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