Tag der Deutschen Einheit

Regionalförderung durch Behördenansiedlung: Nicht nur auf „Leuchttürme“ setzen

Der dbb Bundesvorsitzende hat zum Tag der Deutschen Einheit die Bemühungen der Bundesregierung gewürdigt, mehr Behörden in den ostdeutschen Bundesländern anzusiedeln.

Der jüngst vom Bundeskabinett verabschiedete „Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit“ für 2019 zählt einige Beispiele für erfolgreiche Behördenansiedlungen auf, so etwa das Fernstraßenbundesamt in Sachsen und das Kompetenzzentrum Wald und Holz in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Ansiedlung in Ostdeutschland kann einen wichtigen Beitrag zur Förderung leisten, gerade in strukturschwachen Regionen. Entscheidend ist aber, sich nicht nur auf solche ‚Leuchttürme‘ zu konzentrieren. Die flächendeckende Sicherung der Grundversorgung mit staatlichen Dienstleistungen ist und bleibt essentiell“, erklärte der dbb Chef am 2. Oktober 2019.

 

Bei der Neugründung von Organisationseinheiten müsse natürlich berücksichtigt werden, dass an den geplanten Standorten die notwendigen Fachkräfte vorhanden seien. Zudem müssten die Arbeitsplätze entsprechend attraktiv ausgestaltet werden. „Bei der Verlagerung von bestehenden Verwaltungen sind darüber hinaus besondere Anstrengungen geboten, um die Beschäftigten und ihre Personalvertretungen in den Prozess einzubinden. Wer von den Kolleginnen und Kollegen viel Flexibilität erwartet, sollte Veränderungen transparent und rechtzeitig kommunizieren“, mahnte Silberbach.

 

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