dbb Branchentage

Straßen- und Verkehrsdienst: Es geht um mehr als Einkommen

  • Volker Geyer auf dem Branchentag in Hirschhaid

Im Dezember wird die dbb Bundestarifkommission in Berlin die Forderung für die Einkommensrunde des öffentlichen Dienstes der Länder beschließen.

Zur Vorbereitung dieser Entscheidung trafen sich Mitglieder des VDStra - Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten am 24. Oktober 2018 in Hirschaid, um über Probleme und Forderungen aus dem Bereich der Autobahnmeistereien zu sprechen.

 

Zur Einkommensrunde selbst sagte Volker Geyer, dbb Vize und Vorsitzender der Bundestarifkommission: „Bei unseren Einkommensverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder in Potsdam geht es natürlich vor allem um mehr Geld für die Kolleginnen und Kollegen im Landesdienst. Der Rückstand zu den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Bundes beispielsweise beträgt, auch bei den Azubis, 2,4 Prozent. Das müssen wir mindestens aufholen, am besten noch übertreffen.“ Klaus Eckl, Stellvertretender Bundesvorsitzender der VDStra., betonte: „Wir sehen uns in der Pflicht, die Arbeitgeber zu konstruktiven Tarifverhandlungen aufzufordern und die Belange der Beschäftigten mit Nachdruck zu vertreten.“ Dafür seien die Branchentage ein wichtiges Instrument, auch um größtmögliche Geschlossenheit zu erreichen. „Die Beschäftigten aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes haben besondere Interessen. Aber sie kämpfen natürlich gemeinsam. Das Signal heute ist klar: Wir sind bereit und stehen zu einander.“

 

In der Diskussion der Beschäftigten ging es jedoch nicht nur um die reine Einkommensforderung. „Natürlich ist heute die Einkommensrunde ein Thema", so dbb Tarifchef Geyer. "Aber wir können nicht in einer Autobahnmeisterei zusammenkommen, ohne über die Infrastrukturgesellschaft des Bundes (IGA) zu reden. Hier sind wir mitten in Tarifverhandlungen. Eigentlich sollten Sachfragen im Zentrum stehen, aber leider geht es auch um Emotionen. Die Arbeitgeberseite hat versäumt, um Vertrauen für ihr neues Projekt zu werben. Und das wirkt nach. Gleichwohl sind wir mittlerweile auf einem guten Weg und wir werden selbstverständlich nichts unterzeichnen, was in irgendeiner Form eine Verschlechterung für die Kolleginnen und Kollegen darstellt.“

 

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