Silberbach: Kita-Personal verdient bessere Bezahlung

„Attraktive Arbeitsbedingungen sind nicht nur für die Fachkräftegewinnung wichtig, sondern eine Frage der Gerechtigkeit angesichts der Spitzenleistungen der Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas“, sagte der stellvertretende dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 29. August 2017.

Laut den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann Stiftung müssen die Bundesländer für einen kindgerechten Personalschlüssel zusätzlich 107.200 vollzeitbeschäftigte Fachkräfte einstellen und weitere 4,9 Milliarden Euro jährlich bereitstellen. Ohne attraktivere Rahmenbedingungen für das Kita-Personal werde es allerdings schwer, dem steigenden Fachkräftebedarf nachzukommen. „Die Erkenntnis ist absolut richtig, aber leider nicht neu“, so Silberbach. „Mit diesen Umständen werden unsere Kolleginnen und Kollegen jeden Tag bei der Arbeit konfrontiert. Die Diskussion um eine bessere Bezahlung sollte daher nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Fachkräftegewinnung geführt werden, sondern auch mit Blick auf die notwendige Wertschätzung für das vorhandene Personal.“

 

Die in der Bertelsmann-Studie erhobene Forderung nach einheitlichen Qualitätsstandards von Bund und Ländern findet die Unterstützung des dbb. Silberbach: „Für uns ist maßgebend, dass sich Eltern flächendeckend auf einen angemessenen Qualitätsstandard verlassen können und es darf dabei keinen wesentlichen Unterschied machen, in welchem Bundesland oder in welcher Kommune sie wohnen. Wir brauchen bundesweit einheitliche, wissenschaftlich fundierte Standards, die in einem Kita-Qualitätsgesetz verbindlich festgeschrieben sind.“

 

zurück