Chance vertan!

Rettungsdienst Oberhavel GmbH: Angebot bleibt aus

Am 4. Februar 2015 kamen dbb und Arbeitgeberseite zum zweiten Mal zusammen, um über die Arbeits- und Entgeltbedingungen im Rettungsdienst zu verhandeln. Im Vordergrund standen bei den Verhandlungen all die Forderungen, die bereits seit dem Sondierungsgespräch Mitte Januar auf dem Tisch liegen. Trotzdem gab es noch kein Angebot. „Da haben wir mehr erwartet“, so Verhandlungsführer Sebastian Wiegandt, „hier wurde eine erste Chance auf eine schnelle Einigung vertan.“

Der dbb betonte in den Verhandlungen erneut, dass die Kernforderungen nach strukturellen Verbesserungen für die Beschäftigten im Rettungsdienst weiter aktuell sind und bleiben. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Notfallsanitäter. Für Kolleginnen und Kollegen, die heute und in Zukunft die entsprechende Qualifikation erwerben, muss jetzt schon eine tarifvertragliche Lösung geschaffen werden. Bei diesem Punkt zeigte die Arbeitgeberseite grundsätzliche Bereitschaft, auch schon vor dem Ende der Übergangsfrist 2021 einen Kompromiss zu erarbeiten. Schwieriger gestaltete sich die Forderung des dbb nach 30 Tagen Erholungsurlaub für alle Beschäftigten.

 

Ein Angebot, das umfassend alle Forderungen des dbb berücksichtigt, soll es bis zum nächsten Termin am 19. Februar 2015 geben. Obwohl diese Verzögerung nicht optimal ist, entschied die Tarifkommission, auf dieser Basis weiter zu verhandeln. Jetzt kommt es darauf an, dass die Arbeitgeberseite zu ihrem Wort steht und die Verhandlungen mit einem angemessenen Angebot zügig zu einem Abschluss führen.

 

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