Rentenkommission: Generationen an einem Tisch

  • dbb jugend im GenerationendialogGenerationendialog: Teresa Froitzheim (DSTG-Jugend), Rentenkommissions-Vorsitzender Karl Schiewerling (CDU), dbb jugend Chefin Karoline Herrmann, Rentenkommissions-Vorsitzende Gabriele Lösekrug-Möller (SPD), Valentino Lombardo (komba jugend) und dbb jugend Vize Christoph Strehle (v.l.).
  • dbb jugend im GenerationendialogIn Gruppen diskutierten die Generationen Empfehlungen an die Rentenkommission – die dbb jugend im Gespräch mit Hermann Gröhe, MdB (stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU), und …
  • dbb jugend im Generationendialog… Katja Mast, MdB (stellvertretende Fraktionsvorsitzende SPD) (3.v.l.), und Philipp Türmer (r.) vom Juso-Bundesvorstand.

Zum Generationendialog der Rentenkommission der Bundesregierung kamen am 4. und 5. September 2018 Vertreterinnen und Vertreter von Jugend- und Seniorenverbänden in Berlin zusammen. Mit am Start: Die Delegation der dbb jugend mit deren Vorsitzender Karoline Herrmann, Vize Christoph Strehle, Teresa Froitzheim (DSTG-Jugend) und Valentino Lombardo (komba jugend).

In Gruppen diskutierten die Generationen Empfehlungen an die Rentenkommission. Gemeinsam überlegte man, was in Sachen Altersvorsorge auf jeden Fall passieren soll, was auf keinen Fall und bei welchen Punkten keine klare Tendenz absehbar ist. „Uns ist es wichtig, dass es bei der Gestaltung der Rente keinerlei Zugeständnisse der einen Generationen zu Lasten oder gar auf Kosten der anderen Generation geben darf“, machte dbb jugend Chefin Karoline Herrmann deutlich. Sollte der Eindruck entstehen, es würden etwa Älteren Versorgungsgeschenke gemacht, die die Jüngeren erwirtschaften müssten, „wäre das verheerend für das Verhältnis der Generationen untereinander und hätte zwangsläufig Konflikte, wenn nicht gar eine Entsolidarisierung zu folge – schlecht für alle Beteiligten“, so Herrmann. „Generationengerechtigkeit können wir nur erreichen, wenn wir wie hier alle an einem Tisch sitzen und einen für alle tragbaren Konsens erzielen“, ergänzte ihr Vize Christoph Strehle.

 

Deutlich machten die Vertreter der dbb jugend insbesondere auch in Gesprächen mit den Kommissionsvorsitzenden Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) und Karl Schiewerling (CDU) sowie Katja Mast, MdB (stellvertretende Fraktionsvorsitzende SPD), Hermann Gröhe, MdB (stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU), und Philipp Türmer vom Juso-Bundesvorstand, dass sie eine Einheitsversicherung für alle Erwerbstätigen entschieden ablehnen. „Ebenso wenig wie eine Bürgerversicherung im Gesundheitssystem würde eine Erwerbstätigenversicherung die Probleme im Rentensystem lösen“, erklärte Herrmann.

 

„Das eigenständige Gesundheitskosten- und Alterseinkommenssystem im Beamtenbereich gehört zu den verfassungsrechtlich gebotenen Grundsätzen dieses Berufsstatus‘ und hat sich zudem über Jahrzehnte bewährt. Die nachhaltige Finanzierung der Pensionen ist im Bundesbereich über eine nunmehr seit Jahren praktizierte Kapitaldeckung unter regelmäßiger Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen gewährleistet. Die Aufgabe einer solchen systemgerechten und auch fiskalpolitisch verantwortungsvollen Lösung würde nur neue Probleme schaffen“, warnte Herrmann. „Einheitsversicherung: Auf keinen Fall“, lautet die Empfehlung der dbb jugend. Außerdem sprach sich der dbb Nachwuchs für die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen aus Steuermitteln und eine Stärkung der Parität bei den Rentenbeiträgen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aus. Absenkungen des Rentenniveaus, so ein weiterer Konsens, sollten vermieden werden, Brüche in Erwerbsbiografien, etwa aufgrund von Erziehungs- oder Pflegezeiten, besser abgesichert werden.

 

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