Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)

Polizei in Deutschland setzt auf Kommunikation und professionelle Ausbildung

Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd im Zuge eines Polizeieinsatzes kommt es in den USA zu landesweiten Protesten. Die DPolG betonte am 3. Juni 2020, dass ein vergleichbarer Fall in Deutschland nicht möglich sei.

„Die Polizei hierzulande setzt in kritischen Situationen auf Kommunikation. Dies gilt für Einsätze mit Einzelpersonen, aber auch in Großeinsätzen“, sagte der DPolG Bundesvorsitzende Rainer Wendt. „Gerade bei Demonstrationen oder Fußballeinsätzen, bei denen naturgemäß die Emotionen hochkochen können, leisten unsere Anti-Konflikt-Teams herausragende Deeskalationsarbeit. Jeder neue Schritt polizeilicher Maßnahmen der notwendig wird, wird angekündigt, manchmal mehrere Male, und nur um im äußersten Notfall wird der unmittelbare körperliche Zwang angewandt.“

 

Die Polizeiausbildung in Deutschland gebe dabei vor, welche physischen Zwangsmaßnahmen verhältnismäßig sind und welche nicht. Wendt: „Es gibt überall spezielle Einsatztrainer, die die Techniken ständig aktualisieren. Auf dem Hals eines fixierten Menschen zu knien, gehört sicher nicht dazu. Die Einsatzkräfte lernen in der Aus- und Fortbildung, wie sie sich in Extremsituationen zu verhalten haben. Einsatzsituationen können nicht standardisiert gelöst werden, das verlangt von den Kräften hohe Professionalität und Sensibilität, die Entscheidungen werden immer vor Ort getroffen. Deshalb braucht es eben die permanente Fortbildung sowie das Einsatztraining, um mit deeskalierenden Techniken vertraut zu werden. Und deshalb setzt die Polizei auch auf eine gründliche, mehrjährige Ausbildung zum Beginn des Berufslebens, dabei haben die Vermittlung von kommunikativen Kompetenzen eine hohe Priorität und das ist auch richtig so.“

 

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