Gespräch im Bundesgesundheitsministerium

Medizinische Versorgung flächendeckend sichern

  • Pflege und Gesundheitsversorgung

Für eine ausgezeichnete medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum hat Horst Günther Klitzing, Vorsitzender der dbb bundesseniorenvertretung, im Bundesgesundheitsministerium (BMG) geworben.

„Das leider immer noch bestehende Gefälle zwischen Stadt und Land bei der medizinischen Versorgung beunruhigt nicht nur Seniorinnen und Senioren“, sagte Klitzing im Gespräch mit Sabine Weiss, Parlamentarischer Staatssekretärin im BMG, am 28. Mai 2020. Beispielsweise seien die Infrastruktur in der Tages- und Nachtpflege oder etwa die kommunalen Beratungsangebote ausbaufähig. „Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme weltweit, das müssen wir uns bei allen durch Corona bedingten Problemen immer wieder vor Augen halten. Dennoch müssen wir als Vertreter der Älteren im dbb solche Probleme ganz klar benennen.“

 

Hinsichtlich der Pflege warnte Klitzing außerdem vor den steigenden Eigenbeiträge bei stationärer Pflege. „Es ist aber ermutigend, dass diese Entwicklung auch im Bundesgesundheitsministerium mit Sorge beobachtet und Handlungsbedarf gesehen wird. Hier können wir den Bundesgesundheitsminister nur bestärken“, so der Chef der dbb bundesseniorenvertretung.

 

Mit Blick auf die Corona-Pandemie wies Klitzing darauf hin, dass diese bei allen negativen Auswirkungen auch die große Chance böte, bestimmte Strukturen im Gesundheitswesen grundsätzlich zu überdenken und neue Herausforderungen anzugehen. „Sei es bei der Finanzierung der Krankenhäuser, beim Nachwuchs an qualifizierten Pflegekräften oder auch bei der Digitalisierung und Automatisierung in der Pflege – wir haben an vielen Stellen noch Luft nach oben“, unterstrich Klitzing. „Letztlich muss sich unsere Gesellschaft daran messen lassen, wie sie mit ihren älteren und hilfebedürftigen Bürgern umgeht.“

 

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