Einkommensrunde Länder 2013:

Landesbeschäftigte in Nordrhein-Westfalen im Warnstreik

In der Tarifauseinandersetzung mit den Ländern beteiligten sich am 6. März 2013 rund 7.000 Landesbeschäftigte in Nordrhein-Westfalen an flächendeckenden, ganztägigen Warnstreiks und Protestaktionen. In Düsseldorf versammelten sich 5.000 Teilnehmer zu einer zentralen dbb-Demonstration.

Der dbb-Verhandlungsführer bei den Tarifverhandlungen in Potsdam, Willi Russ, erinnerte die Arbeitgeber daran, dass die Zeit für „taktische Spielchen“ ablaufe: „Wir haben noch einen Versuch, diese Tarifrunde ohne langen und schmerzhaften Arbeitskampf zu beenden. Die Landesbeschäftigten erwarten einen realen Einkommenszuwachs und faire Behandlung. Der Krankenschwester in einem Uni-Klinikum kann niemand erklären, warum sie weniger verdienen soll, als die Kollegin im städtischen Krankenhaus eine Straße weiter. Wenn wir Ende der Woche in Potsdam den Sack nicht zu machen, stehen wir ohne Schlichtungsvereinbarung da. Vor den Konsequenzen kann ich nur warnen.“

 

Meinolf Guntermann, der Vorsitzende des dbb Nordrhein-Westfalen, appellierte an das wohlverstandene Eigeninteresse der Landesregierungen: „Wer für seinen Bereich keine konkurrenzfähigen Einkommens- und Ausbildungsbedingungen schafft, steht an Ende ohne brauchbaren und leistungsfähigen Nachwuchs da. Den Arbeitgebern müsste eigentlich ein Blick auf die demografische Entwicklung reichen, um einzusehen, dass sie kurzsichtiges Sparen am Personal heute in wenigen Jahren teuer bezahlen muss. Frau Kraft, der öffentliche Dienst braucht dringend eine ‚vorsorgende Personalpolitik‘ und dafür brauchen wir dringend ein zukunftsweisendes Tarifergebnis und dessen zeit- und inhaltsgleiche Übertragung auf den Beamtenbereich.“

 

 

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