Tarifverhandlungen mit den Ländern

Kräftige Einkommenszuwächse sind zwingend

Vor dem Start der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Bundesländer hat dbb Chef Ulrich Silberbach die Forderungen der Gewerkschaften bekräftigt.

„Wenn der öffentliche Dienst als Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt auch nur ansatzweise mithalten will, sind kräftige Einkommenszuwächse im Tarif- und Beamtenbereich zwingend“, sagte Silberbach der Deutschen Presse-Agentur am 3. Januar 2019 in Berlin. Der dbb fordert unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent, mindestens jedoch um 200 Euro. „Angesichts des Personalmangels und der demografischen Entwicklung müssten die Arbeitgeber der Länder bei anhaltend sprudelnden Steuereinnahmen unsere Forderungen eigentlich sofort unterschreiben“, so der dbb Bundesvorsitzende. Es komme auf Einkommen, attraktive Perspektiven und Wertschätzung an. „Das ist die Währung in Zeiten, in denen uns schon heute mehr als 200 000 Menschen im Staatsdienst fehlen.“

 

Sollte der Staat nicht endlich in die Nachwuchsgewinnung investieren, sei die Aufgabenerledigung in allen Bereichen der Daseinsvorsorge in Gefahr. „Im Vergleich mit anderen Branchen ist der prognostizierte Personalmangel im Staatsdienst mit Abstand am größten“, so Silberbach. Unterschiedliche Tarife hätten die Arbeits- und Einkommensbedingungen im öffentlichen Dienst zudem insgesamt „ganz schön bunt“ gemacht. Es könnten viele drängende Probleme besser gelöst werden, so der dbb Chef, wenn „durch eine Konsolidierung der Verhältnisse Zeit und Kapazitäten freigeschaufelt würden“.

 

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