dbb jugend zu Kabinettsbeschluss

Jugendstrategie mit Leben füllen

Die Bundesregierung hat am 3. Dezember 2019 die erste Jugendstrategie für die Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Die dbb jugend fordert: „Jetzt muss diese Jugendstrategie mit Leben gefüllt werden.“

„In gemeinsamer Verantwortung: Politik für, mit und von Jugend“ – lautet der Titel der ersten Jugendstrategie der Bundesregierung, und er soll nach deren Willen auch das Leitprinzip für die künftige Arbeit sein, machten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesjugendministerin Franziska Giffey im Bundeskanzleramt deutlich, wo sie direkt nach dem Kabinettsbeschluss mit über 100 Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die Jugendstrategie und weitere jugendrelevante Themen diskutierten.

 

„Endlich hat die Politik erkannt und verstanden, dass Jugendpolitik eine Querschnittsaufgabe ist“, freute sich die dbb jugend Vorsitzende Karoline Herrmann anlässlich der Präsentation der Jugendstrategie. „Nahverkehr, schnelles Internet, bezahlbare Mieten, Klimaschutz – das sind alles Politikfelder, die im Leben der jungen Generation einen hohen Stellenwert haben. Insofern ist es höchste Zeit, dass Politik die Handlungsbedarfe aus Sicht der jungen Leute nun endlich einmal definiert und konkrete Maßnahmen formuliert, die uns nach vorne bringen“, so Herrmann. „Wichtig ist es, die Jugendstrategie jetzt schnell mit Leben zu füllen, sonst bleibt sie eines der vielen Lippenbekenntnisse, das die Jugend sich zu all den anderen ins Regal stellen kann.“

 

Der Blick auf die konkreten Ziele der Jugendstrategie belege, dass die dbb jugend zu zahlreichen dort formulierten Punkten schon lange unterwegs und mit ihren dazugehörigen Forderungen durchgedrungen sei, betonte die dbb jugend Chefin. „Immer wieder betonen wir in unseren Gesprächen mit Ministerinnen und Ministern sowie Abgeordneten, wie wichtig beispielsweise ein bedarfsgerechter Nahverkehr, gute und schnelle Netze und bezahlbarer Wohnraum sind – gerade auch für die jungen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes“, berichtete Herrmann, „die Jugendstrategie bestätigt und bestärkt uns darin, auch in Zukunft im engen Austausch mit der Politik zu stehen.“

 

Die Jugendstrategie beschreibt für neun jugendrelevante Handlungsfelder die Ausgangslage, benennt Handlungsbedarfe und führt insgesamt 163 Maßnahmen aller Ressorts auf, die bereits auf den Weg gebracht wurden, die neu ergriffen oder weiterentwickelt werden. Die Handlungsfelder sind Zukunft, Generationendialog & Jugendbilder, Beteiligung, Engagement & Demokratie, Stadt & Land, Wohnen & Kultur, Vielfalt & Teilhabe, Bildung, Arbeit & Freiräume, Mobilität & Digitales, Umwelt, Gesundheit sowie Europa & die Welt. Erarbeitet wurde die Jugendstrategie durch die Interministerielle Arbeitsgruppe „Jugend“ unter Federführung des BMFSFJ. Um zu wissen, wie sich junge Menschen eine jugendgerechte Politik vorstellen, wurden zahlreiche Beteiligungsformate durchgeführt. So konnten sich junge Menschen und ihre Interessenvertretungen in den JugendPolitikTagen, in themenspezifischen Audits oder via Online-Konsultation in die Entwicklung der Jugendstrategie einbringen.

 

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