Frauen und Gewerkschaft: dbb punktet bei weiblichen Mitgliedern

Immer mehr Frauen entscheiden sich für eine Mitgliedschaft im dbb. Zum Jahresende 2011 (Stand 1. Dezember) verzeichnete der gewerkschaftliche Dachverband insgesamt 2.333 weibliche Mitglieder mehr als im Vorjahr. „Damit gewinnt der dbb beinahe genauso viele Frauen wie Männer als Neumitglieder hinzu. Das zeigt, dass auch unter den weiblichen Beschäftigten das Vertrauen in die Arbeit des dbb steigt. Gleichzeitig spiegeln sich im starken Zuwachs an weiblichen Mitgliedern auch die sich wandelnden Personalstrukturen im öffentlichen Dienst wider. Immer mehr Frauen entscheiden sich für einen öffentlichen Arbeitgeber und wollen rechtlich gut vertreten sein. Jetzt geht es darum den Trend zu halten“, erläuterte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung am 3. Januar 2011.

Dies könne aber nur gelingen, wenn die Belange weiblicher Beschäftigter im öffentlichen Dienst noch stärker ins gewerkschaftliche Tagesgeschäft eingebunden würden, ergänzte Wildfeuer. „Dazu gehören vor allem eine familienbewusste Arbeitsplatzgestaltung mit alternierender und oder mobiler Telearbeit, familienfreundliche und flexible Arbeitszeitregelungen, die deutlichere Ansprache weiblicher Beschäftigter in den Tarifverhandlungen und, wenn wir von langfristigen Karriereentwicklungen sprechen, auch die stärkere Berücksichtigung von weiblichen Lebensverläufen beim Aufstieg in Führungspositionen. Aber auch die dbb Mitgliedsgewerkschaften müssen sich auf mehr weibliches Engagement einstellen und die noch immer deutlich männlich geprägten Organisationsstrukturen entsprechend anpassen“, so die Vorsitzende.

 

Insgesamt stieg die Mitgliederzahl des dbb um 4.746 auf 1.265.720. Davon sind 907.645 Beamte (2010: 905.747) und 358.075 Angestellte (2010: 355.227). In den Reihen des dbb organisiert sind nun 397.349 Frauen und 868.371 Männer.

 

Unter dem Dach des dbb vereint sind Landesbünde in allen 16 Bundesländern, 12 Gewerkschaften der im Bundesdienst oder im privaten Dienstleitungssektor Beschäftigten sowie 26 Bundesfachgewerkschaften, in denen Beamte und Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst und auf kommunaler und Länderebene in Bundesorganisationen organisiert sind.

 

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