Arbeitgeber fordert Beitrag der Beschäftigten

Fraport AG: Bodenverkehrsdienste sichern

Am 22. September 2016 hat die Verhandlungskommission Bodenverkehrsdienste von dbb und komba ein Gespräch mit dem Arbeitgeber Fraport über die Situation des Geschäftsfelds Bodenverkehrsdienste innerhalb des Fraport-Konzerns geführt.

Die Arbeitgebervertreter haben die derzeitige wirtschaftliche Lage im Bereich Bodenverkehrsdienste und ihre Planungen für die Zukunft vorgestellt. Der dbb wurde aufgefordert, in Tarifverhandlungen zum Erhalt des integrierten Geschäftsmodells einzutreten, um die Bodenverkehrsdienste bei Fraport dauerhaft zu sichern und eine Ausgründung zu vermeiden. Aus Sicht des Arbeitgebers ist hier, neben strukturellen Veränderungen, auch ein Beitrag der Beschäftigten erforderlich.

Keine Eingriffe bei den Bestandsbeschäftigten!

Die Verhandlungskommission von dbb und komba wird die von der Arbeitgeberseite vorgelegten Unterlagen prüfen und ausführlich diskutieren. Klar ist jedoch schon jetzt: Eingriffe in die Ansprüche und Rechte der Bestandsbeschäftigten werden wir nicht mitmachen! Die bestehenden Arbeitsplätze müssen dauerhaft gesichert und die Bodenverkehrsdienste bei Fraport gehalten werden!

 

Hintergrund

Am Flughafen Frankfurt werden die Bodenverkehrsdienste – im Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsflughäfen in Deutschland – teilweise vom Flughafenbetreiber Fraport selbst durchgeführt. Für die dort beschäftigten Kollegen gilt grundsätzlich der TVöD. Im Jahr 2009 haben die Gewerkschaften mit Fraport den „Tarifvertrag Zukunft Fraport“ abgeschlossen, um dieses integrierte Geschäftsmodell zu erhalten und Ausgründungen zu verhindern. Dieser Tarifvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2018 gekündigt werden.

 

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