Europäisches Austauschprogramm:

Fandrejewski zieht positive Halbzeitbilanz zu Erasmus+

Auf einem Dialogtreffen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) am 8. Februar 2017 in Bonn hat Matthäus Fandrejewski, Mitglied der AG Europa in der dbb jugend und Vorsitzender der CESI Youth, eine positive Bilanz zur Halbzeitbewertung des europäischen Austauschprogramms „Erasmus+“ gezogen.

Fandrejewski lobte das Programm für seinen außerordentlichen Beitrag zur europäischen Integration: „Was der europäische Austausch den Menschen an interkultureller Kompetenz vermittelt, ist von unschätzbarem Wert.“ Besonders in Zeiten von Europaskepsis und Vorurteilen gegenüber anderen Kulturen seien Programme wie Erasmus+ wichtiger denn je.

 

Die Europäische Kommission konsultiert die zivilgesellschaftlichen Organisationen hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Meinungen zu Erasmus+ zur Halbzeitbilanz der aktuellen Laufzeit 2014 bis 2020. Die lokalen Dialogformate des EWSA unterstützen diesen Prozess. Fandrejewski, der im Oktober bereits seinen zweiten Austausch im Rahmen des Programms absolvieren wird, ist es wichtig, den Fokus noch mehr auf den öffentlichen Dienst zu richten: „Ich habe während meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten ein Auslandspraktikum machen können, aber die Chance bekommen leider nicht viele Auszubildende im öffentlichen Dienst. Auch für die Beschäftigten sind Austauschprogramme eine große Bereicherung“, so Fandrejewski.

 

Behördenaustausch funktioniere seiner Meinung nach nicht nur auf der Ministerialebene. Die Beschäftigten könnten durch europäischen Austausch von den Erfahrungen ihrer Kolleginnen und Kollegen profitieren und lernen. Ein Beispiel seien Rückführungspraktiken anderer europäischer Staaten im Zuge der Flüchtlingskrise, sagte Fandrejewski, der seine Karriere bei der Ausländerbehörde Lippe begann. „Es wäre doch interessant, live zu erleben, wie andere Behörden in dieser Sache arbeiten. Der öffentliche Dienst sollte im europäischen Austausch eine Vorreiterrolle spielen. Ich rufe alle Auszubildenden und Beschäftigten dazu auf, Erasmus+ intensiver zu nutzen.“

 

Kritik äußerte Fandrejewski an der fehlenden Transparenz der Nationalagenturen, die die Anträge auf Förderung durch Erasmus+ bearbeiten. Er wünscht sich ein offeneres Feedback bei abgelehnten Anträgen. „Unsere Jugendorganisationen machen sich Gedanken und wollen Austauschprogramme auf die Beine stellen. Absagen ohne Feedback zu Verbesserungsmöglichkeiten helfen da nicht weiter.“

 

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