Bundesjugendausschuss der dbb jugend

Den öffentlichen Dienst zukunftsfähig machen

Auf dem digitalen Bundesjugendausschuss der dbb jugend am 9. Oktober 2020 standen die Weiterentwicklung der Digitalisierung im öffentlichen Dienst sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Fokus.

Der dbb Chef Ulrich Silberbach forderte mehr Engagement und Wertschätzung von der Politik und den Arbeitgebern: „Wir sind in einem Land, in dem Milch und Honig fließen, aber für den öffentlichen Dienst bleibt nur Wasser und Brot. Wir müssen uns für die Zukunft besser rüsten und vor allem die massiven Mängel in der digitalen Infrastruktur und der technischen Ausstattung in den Schulen und der Verwaltung beheben.“ Silberbach verwies auf das dbb Positionspapier „Aufbruch – Der öffentliche Dienst der Zukunft“, in dem ein bürgernaher und leistungsstarker Staat – analog wie digital – skizziert wird.

 

Der dbb Bundesvorsitzende bedankte sich für das Engagement der dbb jugend bei den derzeitigen Protestaktionen und Warnstreiks. Einige Jugendverbände hatten bundesweit bei verschiedenen Aktionstagen, Mahnwachen und aktiven Mittagspausen ihre Forderungen in der aktuellen Einkommensrunde mit Bund und Kommunen unterstrichen.

„Die kleinen Aktionen vor der Haustür werden sehr gut angenommen und sind eine echte Alternative zu den großen Demonstrationen, auf die wir derzeit wegen den Corona-Schutzmaßnahmen verzichten“, sagte die dbb jugend Chefin Karoline Herrmann.

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden in zwei Diskussionsrunden mit den Vertretern der Jugendparteiorganisationen diskutiert. Unter anderem waren sich Tilman Kuban, Bundesvorsitzender der Jungen Union, und Philipp Türmer, stellvertretender Bundesvorsitzender der jusos, mit der Vorsitzenden der dbb jugend zumindest darin einig, dass Applaus als Wertschätzung der Beschäftigten nicht mehr ausreiche.

 

Jürgen Müller, Gruppenleiter Digitalpolitik im Bundeskanzleramt, berichtete beim Bundesjugendausschuss zum Stand der Digitalisierung im öffentlichen Dienst. Dazu wurde ein weiterer Austausch – auch in Anbetracht der neuen Herausforderungen, die die Coronakrise offengelegt hat – vereinbart.

 

Die dbb Bundesjugendleitung appellierte zum Abschluss vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen für einen rücksichtsvollen Umgang und gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind weiterhin im Krisenmodus und arbeiten am Limit. Nur, wenn wir alle zusammenhalten, kommen wir gut durch die Pandemie“, so Herrmann.

 

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