Tarifverhandlungen mit den Ländern ergebnislos vertagt

dbb jugend: „Was sollen wir von diesen Arbeitgebern lernen?“

Enttäuscht hat die dbb jugend die ergebnislose Vertagung der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder am 31. Januar 2017 in Potsdam zur Kenntnis genommen. „Was sollen wir von diesen Arbeitgebern lernen?“, fragte dbb jugend-Chefin Sandra Kothe, nachdem sich die Vertreter von Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach eineinhalbtägigen Verhandlungen getrennt hatten. „Erneut kein Angebot von Arbeitgeberseite, Hinhaltetaktik und Blockadehaltung – da kann es mit der Wertschätzung für uns nicht weit her sein.“

„Zeit- und nervenraubende Tarifrituale bringen uns in der Sache nicht voran. Immer wieder zwingen die Arbeitgeber die Beschäftigten in unpopuläre Warnstreiks, indem sie sich schlicht weigern, zügig eine konkrete Antwort auf unsere Forderungen zu finden, über die wir reden können. Das ist nicht die Haltung, die man als Verantwortlicher angesichts des gravierenden Nachwuchs- und Fachkräftemangels im gesamten öffentlichen Dienst an den Tag legen sollte“, so Kothe. „Auch darauf werden wir in den nächsten Tagen bei unseren Aktionen aufmerksam machen“, kündigte die Vorsitzende der dbb jugend an.

 

Die dbb jugend fordert im Rahmen der Einkommensrunde der Länder 2017 unter anderem die Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 90 Euro, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden, die ihre Ausbildung erfolgreich absolviert haben, 30 Tage Urlaub und die volle Übernahme aller durch die Ausbildung entstehenden Kosten.

 

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