Einkommensrunde 2016: Öffentlicher Dienst des Bundes und der Kommunen

dbb jugend fordert mehr Einkommen und unbefristete Übernahme

  • Die Jugend in der BTK mit Willi RussDie Jugend in der BTK mit Willi Russ (vlnr: Christian Dröttboom, Mareike Klostermann, Willi Russ, Sandra Kothe und Petra Friedrich).

Die dbb jugend wird mit der Forderung nach sechs Prozent Einkommenssteigerung in die diesjährige Einkommensrunde des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen ziehen. Für Auszubildende fordert die dbb jugend ein Plus von 100 Euro und den Anspruch auf unbefristete Übernahme nach Abschluss der Ausbildung.

Sandra Kothe, Vorsitzende der dbb jugend, machte sich bei der Forderungsfindung der Bundestarifkommission für die Jungen im öffentlichen Dienst stark: „Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zeigen derzeit in beeindruckender Weise Einsatz, um die Herausforderungen der Zuwanderung zu schaffen. Dabei wird auch deutlich, dass dem stattgefundenen Personalabbau endlich Mehreinstellungen folgen müssen, wenn der öffentliche Dienst auch in Zukunft gut aufgestellt bleiben soll. Denn wer das alles schaffen muss, das sind wir! Wir brauchen Nachwuchs und wir brauchen attraktivere Arbeitsbedingungen. Wir fordern deshalb die garantierte Übernahme von Azubis nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Auch die Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 100 Euro, sowie 30 Tage Urlaub für die Auszubildenden müssen sein.“

 

Marco Karbach, dbbj-Vize, ergänzt:„Unser Arbeitgeber Staat ist negativer Spitzenreiter bei Befristungen. Damit nimmt er unseren Nachwuchskräften Perspektive und Planungssicherheit. Die Jungen entscheiden sich dann eher für die freie Wirtschaft, aber auch der öffentliche Dienst braucht dringend Verstärkung.“

 

Die dbb jugend macht sich gemeinsam mit dem dbb beamtenbund und tarifunion auch für die Forderung nach Übernahme aller Kosten, die mit der Ausbildung in Zusammenhang stehen, stark. Sandra Kothe:„Bisher müssen Auszubildende einen Teil ihrer Aufwendungen selbst bezahlen. Dieser Eigenbehalt von sechs Prozent ist nicht hinnehmbar. Wir fordern deshalb die Übernahme aller mit der Ausbildung verbundenen Nebenkosten durch den Arbeitgeber.“

 

Die Kernpunkte der dbb-Forderung im Überblick:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 Prozent für die Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes
  • Entgelterhöhung für alle Auszubildenden um 100 Euro monatlich
  • 30 Tage Urlaub für Auszubildenden
  • Vollständige Übernahme aller Nebenkosten, die mit der Ausbildung in Zusammenhang stehen
  • Zeit-und inhaltsgleiche Übertragung auf Beamte und Anwärter
  • Laufzeit zwölf Monate

 

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