dbb fordert gerechte Bezahlung für Jobcenter-Mitarbeiter

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Der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt hat am 29. Dezember 2016 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) das Lohngefälle und die „erheblichen Gehaltsunterschiede“ in Deutschlands Jobcentern kritisiert. Dort arbeiten Beschäftigte der Kommunen und der Bundesagentur für Arbeit (BA) laut Dauderstädt oft zusammen an den gleichen Aufgaben, aber zu völlig unterschiedlichem Gehalt.

„Die Kommunalbeschäftigten werden vielfach deutlich schlechter bezahlt“, kritisierte der dbb-Chef: „Das muss sich ändern.“

 

Hintergrund ist, dass Jobcenter in der Regel gemeinsame Einrichtungen der BA und einer Kommune sind. Beide stellen dafür Personal - doch die Bezahlung ist unterschiedlich. Dauderstädt macht sich bei der Behebung dieses Problems für Übergangslösungen stark, wie sie beispielsweise ein Jobcenter in Nordrhein-Westfalen praktiziere. Mit Zustimmung des Personalrates bekämen dort Leistungs- und Unterhaltssachbearbeiter sowie Teamleiter aus der Kommune eine Zulage. „Für die einzelnen Beschäftigten bedeutet das eine monatliche Gehaltsaufbesserung von bis zu 500 Euro,“ so Dauderstädt. Langfristig führe aber kein Weg an einer dauerhaften tarifvertraglichen Regelung vorbei. „Eine Lösung wäre die Umwandlung der Jobcenter in Einrichtungen mit eigenem Tarifrecht.“

 

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