dbb Chef geht in Ruhestand: Dauderstädt zieht positive Bilanz

Der scheidende dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt blickt kurz vor dem Ende zufrieden auf seine Amtszeit zurück.

In einem Interview mit der Rheinpfalz (Ausgabe vom 6. November 2017) führte er Beispiele für Erfolge der vergangenen fünf Jahre auf: „Wir haben Fortschritte im Laufbahnrecht erzielt, haben durch Musterklagen klargestellt, wie die Bezahlung der Beamten aussehen muss“. Das sei leise, aber eben effektiv gewesen, so Dauderstädt. Außerdem sei es gelungen, Flagge zu zeigen und die Position der Beamten angemessen zu verteidigen – trotz der massiven Attacken gegen sogenannte Privilegien der Beamten.

 

Mit Erleichterung sieht Dauderstädt, dass derzeit das Personal im öffentlichen Dienst verstärkt werde. „Die staatlichen Institutionen sehen jetzt, welche Fehler sie in der Vergangenheit begangen haben, indem sie nicht rechtzeitig Nachwuchs eingestellt haben“, so der dbb Chef.

 

Gleichzeitig warnt Dauderstädt davor, nun für Quereinsteiger Abstriche bei der Qualifizierung zu machen. „Wir müssen wieder genügend Personal aus der regulären Ausbildung bekommen.“ Entsprechende Vorqualifikationen könnten jedoch angerechnet werden, zum Beispiel bei der Polizei. „Ich denke etwa an die 13.000 Zeitsoldaten“, so der dbb Vorsitzende weiter „die jedes Jahr bei der Bundeswehr ausscheiden.“

 

Dass sich auf seine Nachfolge je ein Beamter und ein Angestellter bewerben, sieht Dauderstädt positiv. „Dass wir jetzt Bewerber aus unterschiedlichen Statusgruppen haben, spricht für das Potential der Organisation“, betont Dauderstädt. „Wir wollen doch den besten an der Spitze sehen, unabhängig von Status und beruflichem Werdegang.“

 

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