Einkommensrunde Bund und Kommunen

Einigung erzielt: auch für die Jugend ist etwas dabei!

  • Einigung bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst, dbb jugendSandra Kothe (Vorsitzende der dbb jugend) gemeinsam mit Christian Dröttboom (Landesjugendleiter Komba nrw) in Potsdam am Rande der Tarifverhandlungen

Am 29. April 2016 haben die Tarifparteien in Potsdam eine Einigung erzielt. Sandra Kothe, die als Vorsitzende der dbb jugend auch Mitglied der Verhandlungskommission des dbb beamtenbund und tarifunion ist: "Nach zähen Verhandlungen haben wir in der dritten Runde endlich ein Ergebnis, dass auch die speziellen Bedürfnisse der Auszubildenden berücksichtigt."

Das bedeutet konkret: Die Auszubildenden bekommen rückwirkend eine überproportionale Entgelterhöhung von 35 Euro monatlich ab 1. März 2016 und weitere 30 Euro pro Monat ab 1. Februar 2017. Dazu kommt ein Urlaubstag mehr pro Jahr und ein Zuschuss von 50 Euro jährlich für zusätzlich empfohlene Lernmittel. Auch die Erweiterung der Reisekostenerstattung beim Besuch auswärtiger Berufsschulen auf Übernachtungskosten und für Verpflegungsmehraufwendungen sind vereinbart worden. Die bisherige Übernahmevereinbarung von Ausbildungsabsolventen wird verlängert.

 

"Damit haben wir eine gute überproportionale Erhöhung der Azubi-Entgelte erreicht. Das ist eine solide Sache", bewertete Sandra Kothe die Einigung:"Die Azubis haben damit real deutlich mehr in der Tasche. Besonders die Erweiterung der Reisekostenerstattung um die Übernachtungskosten und die Verpflegungsmehraufwendungen sind längst überfällige Schritte in die richtige Richtung. Bisher mussten die Azubis ihr eigenes Geld dafür ausgeben! Mit dem zusätzlichen Urlaubstag und dem Lernmittelzuschuss sind weitere Forderungen der dbb jugend erfüllt worden. Alles in allem ist das eine solide Einigung, aber aus meiner Sicht machen die Arbeitgeber einen großen Fehler, dass sie sich bei der unbefristeten Übernahme ihres gut ausgebildeten Nachwuchses immer noch so schwer tun. Auf diese Art und Weise kann man dem Fachkräftemangel nichts entgegensetzen!"

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • lineare Entgelterhöhung ab 1. März 2016 um 2,4 Prozent und ab 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent
  • Entgelterhöhung für die Auszubildenden monatlich rückwirkend ab 1. März 2016 um 35 Euro und um 30 Euro ab 1. Februar 2017
  • Verlängerung der Übernahmeregelung des § 16 TVAöD
  • Lernmittelzuschuss von 50 Euro in jedem Ausbildungsjahr
  • Erstattung der Übernachtungs- und Verpflegungskosten bei Berufsschulblockunterricht
  • Erhöhung des Urlaubsanspruch der Auszubildenden auf 29 Tage
  • Neue Entgeltordnung im kommunalen Bereich ab 2017 (inklusive stufengleicher Höhergruppierung)
  • flexible Absicherung der kommunalen Versorgungskassen (konkreter Nachweis des Bedarfs, paritätische Finanzierung, Arbeitnehmerbeitrag bis 0,4 Prozent)

 

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