Corona-Krisenmanagement der KMK

dbb begrüßt Einbeziehung der Lehrerverbände

  • Schülerin liest Buch mit Maske in Klassenzimmer

Auf Einladung des Präsidiums der Kultusministerkonferenz (KMK) sprachen am 4. November 2020 die zuständigen Landesministerinnen und -minister, Senatorinnen und Senatoren mit den Lehrerorganisationen, dem Bundeselternrat sowie der Bundesschülerkonferenz in einer Videoschalte über die Corona-Pandemie.

„Wir begrüßen als Dachverband sehr, dass die Kultusministerkonferenz endlich das Gespräch mit den Lehrerverbänden auf Bundesebene sucht“, stellte der dbb Chef Ulrich Silberbach fest. „Es ist doch klar, dass es für die KMK darum gehen muss, alle an Schule Beteiligten an einen Tisch zu holen, um sich konstruktiv darüber auszutauschen, wie in den kommenden Wochen das politische Ziel umgesetzt werden kann, die Schulen trotz der Corona-Pandemie offenzuhalten“, betonte der dbb Bundesvorsitzende.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten im Anschluss des Gesprächs deutlich, dass es einen sehr offenen, kritischen und konstruktiven Austausch gab. Gemeinsames Anliegen sei es, die Schulen und die Kitas gut durch diese Pandemie zu bringen. Sie stellten weiter klar, dass Schülerinnen und Schülern keine Nachteile durch die Corona-Pandemie entstehen dürfen und Lehrkräfte gute und sichere Rahmenbedingungen für ihre wichtige Arbeit haben müssen.

 

„Das Hauptanliegen in der Krise muss sein, dass neben dem Präsenzunterricht und anderer Bildungsangebote, die Sicherheit der Schüler, Lehrkräfte und deren Familien gewährleistet ist“, sagte Jürgen Böhm, Vorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR) und dbb Vize.

 

Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), zeigte sich zufrieden: „Ich bin froh über die offenen Worte, die beide Seiten gefunden haben. Kritisch, aber respektvoll konnten wir uns mit den An- und Einsichten der Teilnehmenden beschäftigen und sind zu dem Konsens gelangt, dies auch fortzuführen. Denn es ist richtig und wichtig, im Bund wie im Land die Interessenvertretungen einzubinden. Inhaltlich nehme mit, dass das Recht auf Bildung nur garantiert werden kann, wenn der Gesundheitsschutz für alle gesichert ist. Das muss Hand in Hand gehen und bedarf hoher Transparenz über das tatsächliche Infektionsgeschehen in den Schulen.“

 

Zu den besprochenen Punkten gehörten auch die Abschlussprüfungen im Schuljahr 2020/2021. „Der Unterricht der Abschlussjahrgänge und die Durchführung der Abschlussprüfungen ist auch in dieser Pandemiezeit so sicherzustellen, dass unter größtmöglichem Infektionsschutz den jungen Leuten kein Nachteil für Studium bzw. Beruf entsteht", hielt Stefan Düll, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes (DPhV), fest.

 

Die Vorsitzenden des Bundesverbandes der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB) Joachim Maiß und Eugen Straubinger zeigten sich erfreut, dass der Dialog in dieser Runde zukünftig fortgesetzt wird. „Wir begrüßen ausdrücklich, dass wir uns künftig zum weiteren Vorgehen in diesem Kreis regelmäßig austauschen werden. Notwendige Voraussetzung für ein gemeinsames Vorgehen ist eine mit allen Beteiligten geteilte Faktenbasis.“

 

Gerlinde Kohl, Bundesvorsitzende der Katholischen Erziehergemeinschaft Deutschland (KEG), ergänzte: „Alle Beteiligten an der Gestaltung der Schule unter Pandemiebedingungen müssen sich auf der Grundlage jeweils neuer Erkenntnisse bewegen, schon daher ist die fortlaufende Verständigung unabdingbar.“

 

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