CESI-Führung bei Bundespräsident Köhler

Bundespräsident Horst Köhler hat die beiden Präsidenten der europäischen Dachorganisation unabhängiger Gewerkschaften, der auch der dbb angehört, am 7. April 2010 im Schloss Bellevue in Berlin zu einem einstündigen Gespräch über die Entwicklung Europas und der Aufgaben der Gewerkschaften empfangen.

Die beiden CESI-Präsidenten, Peter Heesen und Fritz Neugebauer, berichteten dem Bundespräsidenten über die Fortschritte, aber auch die Defizite in der europäischen Entwicklung und äußerten die Befürchtung, dass Vieles, was in Europa und für Europa politisch vernünftig gestaltet werde, an den Menschen vorbeiginge. So sei es vor allem notwendig, Fortschritte in Europa durch die Beteiligung der Völker, d.h. der betroffenen Menschen zu erzielen, damit Europa keine Veranstaltung nur der Politikspitzen werde, sondern die Menschen erreiche und positiv berühre. Für die Gewerkschaften sei dafür ein umfassender sozialer Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Regierungen und Gewerkschaften notwendig. Hier sperrten sich nach wie vor nationale Regierungen in breiter Front.

 

Gerade mit Blick auf die jungen Menschen müsse aber der Europagedanke transportiert werden als eine Chance für eine gute Zukunft, nicht als eine lästige, nichts bringende ständige Auseinandersetzung um Macht und Einfluss, um Märkte und Gewinne.

 

Bundespräsident Horst Köhler teile mit, er verfolge mit großer Aufmerksamkeit die europäische Einwicklung; Leuchttürme wie das Schengen-Abkommen oder der Euro bedeuteten große Erfolge für das Zusammenleben der Menschen. Darauf aufbauend sei es wichtig und hilfreich, wenn durch weitere Errungenschaften gerade für die jungen Menschen der Europa-Gedanke gefördert würde. Er bat deshalb auch die Gewerkschaften sich darum zu kümmern und besonders die jungen Menschen auf diesem Weg zu Europa mitzunehmen.

 

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